Frust nach Absage des Renntages
Der für den 4. Mai auf der Galopprennbahn in Dortmund geplante erste Renntag wurde kurzfristig wieder angesagt.

 Nennungen hierzu hatten auch etliche Trainer aus den Kreisen Gütersloh und Warendorf abgegeben. Die Rennen sollten ohne Zuschauer und unter strengen Sicherheitsauflagen stattfinden. Doch kurzfristig wurde der Neustart des deutschen Galopprennsports am Samstag abgesagt. Wie „Deutscher Galopp“, die Dachorganisation für den Galopprennsport hierzulande am Samstag mitteilte, hätte die am 1. Mai veröffentlichte Corona-Schutz-Verordnung des Landes Nordrhein-Westfalen keine rechtssichere Durchführung der Veranstaltung gewährleistet. ´

Der Präsident des Dortmunder Rennvereins, Andreas Tiedtke, zeigt sich frustriert und enttäuscht: „Während nun Zoobesuche für Zuschauer oder Museen geöffnet werden, bleibt es für unsere Zucht, die Berufstätigen unserer Branche und die Rennvereine bei den massiven Einschränkungen unserer Grundrechte. Wo bleibt die Verhältnismäßigkeit, wenn in Zoos eine Person pro zehn Quadratmeter Fläche erlaubt ist, während wir sogar 120 Quadratmeter pro Person an Fläche gewähren könnten?“

Der Präsident von „Deutscher Galopp“, Michael Vesper, sagt dazu: „Es ist ausgesprochen schade, dass Dortmund die Galopprennen nach fast zweimonatiger Pause nun doch nicht wieder aufnehmen kann. Nach dem von uns erarbeiteten Hygienekonzept besteht durch ‘Geisterrennen’ auf den weitläufigen Rennbahnen kein Infektionsrisiko, das haben uns kommunale Gesundheitsämter bestätigt. Wir sind mit unserem Anliegen auf viel Verständnis beim Land gestoßen, allerdings war nach der Besprechung der Bundeskanzlerin mit den Regierungschefs der Länder die Zeit leider offensichtlich noch nicht reif für eine Öffnung.“

Auch Galopptrainer Andreas Wöhler aus Gütersloh hatte für Dortmund mehrere Pferde genannt. Seine Einschätzung: „Aufgeschoben ist ja nicht aufgehoben. Wir müssen abwarten, was die nächsten Tage an politischen Entscheidungen bringen.“ Elisabeth Storp, die in Beelen einen Galopprennstall betreibt, wollte ebenfalls in Dortmund Pferde an den Start bringen: „Die Enttäuschung, dass Dortmund so kurzfristig abgesagt wurde, ist groß, zumal wir die Pferde ja über etliche Wochen auf ein Rennen vorbereiten müssen. Insgesamt ist die Lage für uns alles andere als befriedigend.“

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