Furiose zweite Hälfte der WSU-Handballer
Bild: Havelt
Philipp Schleicher holte mit der WSU einen Punkt.
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„Das war auf jeden Fall ein Punktgewinn“, fühlte sich das Unentschieden für Warendorfs Trainer Rob de Pijper wie ein Sieg an. „Wir haben gezeigt, dass wir gegen jeden Gegner mithalten können. Ein Kompliment an meine Mannschaft. Jeder hat für den anderen gekämpft und sich gegenseitig Mut gemacht.“

Den hatten die Hausherren allerdings in der ersten Halbzeit wohl in der Kabine vergessen. Brockhagen lag bereits nach 60 Sekunden 2:0 vorne, hatte die Partie völlig im Griff und baute den Vorsprung langsam aber sicher aus. Beim 10:17 lagen die Warendorfer zur Pause scheinbar uneinholbar zurück.

Mit Beginn des zweiten Abschnitt präsentierte sich dann eine völlig andere WSU. Die Mannschaft steigerte sich deutlich, auch wenn sie nach 37 Minuten weiter mit sieben Toren im Hintertreffen lag (13:20). Dann gelangen den Hausherren allerdings drei Treffer in Folge. Beim 16:20 (40.) war dann auch der Glaube, die Begegnung noch drehen zu können, zurückgekehrt.

Die starke Defensive provozierte Fehler der Gäste, die WSU kam immer näher heran. Beim 23:23 (49.) konnte Michael Bilitewski erstmals ausgleichen, beim 25:24 brachte Stefan Hamsen seine Farben erstmals in Front (53.). Warendorf führte sogar mit 26:24, ehe Brockhagen sich noch einmal am Riemen riss und seinerseits den Ausgleich erzielte.

Es folgte eine dramatische Schlussminute. Bilitewski warf das 29:28, die Gäste hatten den Ball. 17 Sekunden vor Schluss gab es Siebenmeter, den der TuS zum 29:29 verwandelte. De Pijper nahm eine Auszeit. Den Wurf zum Sieg riskierte der in Hälfte zwei bärenstarke Noel Schemann, der den Ball aber nicht einnetzen konnte.

WSU:  Navaratnam, Rau – Ahlbrand (9), Schemann (7), Bilitewski (6), Ahlke (3), Muesmann (1), Hamsen (1), Nitsche (1), Hippler (1), Schleicher, Linnenbank, Baggeroer, Kleigrewe

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