Fußballkreis fehlen 65 Schiedsrichter
Bild: Wegener
Aktive Schiedsrichter wie Marco Goldmann (Mitte, Warendorfer SU) mit seinen Assistenten Jürgen Meller (l., SC Hoetmar) und Florian Exner (BW Beelen), die Woche für Woche Spiele im Amateurbereich leiten, gibt es von Jahr zu Jahr weniger.
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Insgesamt fehlen 65 Männer oder Frauen, die regelmäßig Spiele leiten. Derzeit gibt es im Fußballkreis 231 Unparteiische, davon in der Gruppe Warendorf nur rund 60, die regelmäßig am Sonntag pfeifen.

Die Ordnungsgelder müssen alle drei Monate an den Fußballkreis gezahlt werden. Strafen-Spitzenreiter sind die SG Telgte und der TuS Altenberge mit jeweils 375 Euro Strafe pro Quartal. Die Telgter beispielsweise haben lediglich einen Unparteiischen, müssten aber fünf stellen. Nicht einen einzigen Schiri hat der TSV Handorf, der vier Aktive haben müsste (300 Euro Strafe).

Bei den heimischen Vereinen sieht es dagegen schon etwas besser aus, da nur drei ihr Soll nicht erfüllen können. Die anderen acht Vereine können sogar mehr als die geforderten Schiedsrichter vorweisen.

So zum Beispiel der TUS Freckenhorst, der mit elf Männern an der Pfeife glänzen kann, obwohl nur vier gefordert sind. Jedoch fehlen dem TSV Ostenfelde (einer von vier), dem VfL Sassenberg (drei von sechs) und der Warendorfer Sportunion (sieben von neun) trotzdem insgesamt acht von 19 Schiedsrichtern, was für das Trio zusammen 525 Euro Ordnungsgeld bedeutet. Die WSU beispielsweise muss derzeit im Jahr satte 600 Euro Strafe zahlen.

„Der Umgang mit den Schiedsrichtern und oft auch schlechte Presse führen unter anderem dazu, dass sich die Situation in den vergangenen sechs bis sieben Jahren deutlich verschlechtert hat“, sagt Richard Bonhoff, Stellvertretender Vorsitzender des Kreisschiedsrichterausschusses. „Viele sind zudem durch Krankheit oder Alter ausgeschieden und es fehlt an Nachwuchs.“ Die Strafgelder sieht Bonhoff als für die Vereine bei der Schiedsrichtersuche wenig motivierend: „Das wird halt gezahlt und fertig.“

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