GTV-Reserve genießt Sieg über Bielefeld
Klar durchgesetzt  haben sich die Volleyballer des GTV II um Spielertrainer Guido Große Banholt

 „Ich dachte, das würde enger“, bilanzierte Spielertrainer Guido Große Banholt. Enger als der erste Satz ablief, geht es allerdings kaum. Nach ausgeglichenem Auftakt über 11:11 zum 21:21 ging es in eine glühend heiße Endphase hinein. Beim 24:22 hatte sich der GTV zwei Satzbälle erspielt, die die Bielefelder locker abschmetterten und Gütersloh mit 24:25 und 25:26 unter Zugzwang setzten. Mit Hilfe der „linken Klebe“ von Henrik Sander schafften die Gastgeber die Wende. Der Zuspieler verwandelte den aus der Abwehr kommenden Ball direkt zum 26:26 und machte so den Weg frei für den Teilerfolg.

Sander hatte ohnehin einen Zuckertag erwischt. Besonders im zweiten Satz spielte er seine Angreifer immer wieder frei. „Das haben wir heute ihm zu verdanken“, lobte der Spielertrainer seinen Kreativmann. Mit 14:8 spielten die „Turner“ im zweiten Satz schnell eine beruhigende Führung heraus, beim 21:13 bauten die Gäste spürbar ab. Jetzt schlug die Stunde des GTV-Blocks, der immer wieder die Post-Angriffe pflückte.

 Das Derby war gleichzeitig ein Wiedersehen ehemaliger Weggefährten. Mit René Ludwigs und Jonas Vorderwülbecke spielten zwei Ex-Gütersloher bei den Gästen. Während Ludwigs beim GTV als Libero agierte, zog er nun auf der Zuspielposition die Fäden. Der GTV nutzte im Angriff immer wieder  Ludwigs’ geringe Reichhöhe beim Block aus, um zum Erfolg zu kommen.

Mit dem dritten Satz endete das Spiel, wie es begonnen hatte. Nachdem sich Gästetrainer Apostoulus Kiourtidis eine Rote Karte wegen Meckerns eingefangen hatte und die Gütersloher mit einem geschenkten Punkt zum 19:19 ausglichen, entbrannte erneut eine famose Schlussphase. Der GTV erkämpfte sich mit seiner starken Abwehr eine 24:22-Führung, musste dann aber in die packende Verlängerung, um schließlich mit einem Doppelblock den Sieg perfekt zu machen.

GTV II: Noack, Große Banholt, Gieras, Kleinebekel, Sander, Heitjohann, Hönisch, Schicker, Werner

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