GTV überrascht den Tabellenführer
Edin Dautovic und der Gütersloher TV bezwangen Spitzenreiter Brackwede.

Schließlich hatten sich die Gütersloher genau über den Ligaprimus informiert und sich gute Chancen ausgerechnet. „Für mich ist das keine richtige Überraschung“, sagte Schröder, der den Erfolg als Lohn der guten Trainingsarbeit hervorhob. „Die Jungs müssen sehen, dass die Quälerei im Training etwas bringt.“ E

s gibt wohl keinen Gegner in der Liga, den die Gütersloher in dieser Spielzeit so gut kennen wie die Brackweder, wechselten doch zu Saisonbeginn mehrere Spieler aus dem Bielefelder Süden an die Dalke. Das Wissen zahlte sich aus. Denn mit der Maßnahme, unter anderem Aufbauspieler Arne Willinghöfer in eine spezielle Verteidigung zu nehmen, überraschten die GTV-Dribbler die Gäste.

„Im ersten Viertel haben wir gesehen, dass wir Brackwede dominieren können“, berichtete Schröder. Der Tabellenführer traf in der gesamten ersten Halbzeit kaum von außen. Doch darin lag auch eine Gefahr. „Es war klar, dass Brackwede nur besser werden kann“, gab Schröder die Stimmung in der Gütersloher Kabine während der Halbzeitpause wieder. So sollte es auch kommen.

 Erst zogen die GTV-Korbjäger auf 41:34 davon (22.), doch dann holten die Gäste Punkt für Punkt auf. Beim 49:49 (26.) gelang der Ausgleich, bis zum Ende des dritten Viertels zogen die Brackweder auf 61:55 davon. Die Aufholjagd hatte aber viel Kraft gekostet. Diese fehlte Brackwede dann in der Schlussphase. Aus einem 71:78-Rückstand (37.) machten die Gütersloher innerhalb von nur zwei Minuten ein 81:80 (39.).

Als letztes taktisches Mittel versuchte der SVB die Gastgeber an die Linie zu bringen, dort behielten die Gastgeber aber die Nerven. „Es war ein harter Kampf“, resümierte Schröder. „Wir sind aber noch lange nicht auf dem höchsten Level.“

GTV: Harrsen, Kazantzidis (10), Prier (29), Niederehe (15), Bucher, Gross Cazun (7), van Bruggen (2), Metzger, Schäfer (10), Abu Hagar, Pohl, Dautovic (11)

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