GTV verspielt den direkten Aufstieg
Bild: Steinecke
Den direkten Aufstieg in die Volleyball-Oberliga aufs Spiel gesetzt haben Nico Werbinsky (r.) und der Gütersloher TV mit ihrer 2:3-Niederlage gegen den VBC Paderborn.
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Konkurrent  Münster-Gievenbeck wird sich diese Steilvorlage am letzten Spieltag gegen Minden kaum entgehen lassen. Nach dem Abpfiff verließ Baumeister fluchtartig die Halle. „Ich musste da raus, sonst wäre ich geplatzt“, knurrte er mächtig angesäuert. Eingestiegen waren die Gütersloher zunächst durchaus vielversprechend. Der Grund für Baumeisters Ärger waren deshalb die letzten beiden Sätze, die sich die ideenlos spielenden Gütersloher aus der Hand nehmen ließen. Im vierten Durchgang lagen sie mit fünf Punkten in Führung und hatten damit eigentlich schon ein Bein über die Ziellinie gebracht.

Die Rechnung hatten sie allerdings ohne die Paderborner gemacht, die kontinuierlich Druck aufbauten. Mit der Einwechslung von Achim Stuckstätte für Volker Noack an der Angabe begann die Gütersloher Leidensgeschichte. Irgendwie verloren die „Turner“ den roten Faden und stolperten über

Gütersloher TV: Spielberg, Hönisch, Osthus, Stuckstätte, Noack, Cieslar, Werbinsky, Kunter, Mizel, Uthoff
ihre Eigenfehler. Die Mannschaft wurde angesichts des drohenden Satzverlustes nun immer stiller, doch auch der Rückwechsel von Volker Noack hellte die GTV-Stimmung nicht auf. Auch zündende Einfälle blieben Mangelware. Stattdessen wurde unüberlegt in den solide stehenden VBC-Block geschlagen.

Richtig ärgerlich wurde es dann im heiß umkämpften Tie-Break. Lagen die Dalkestädter beim Seitenwechsel noch mit 6:8 hinten, so öffnete ihnen eine gelbe Karte zum 16:15 die Tür zum Erfolg. Die Baumeister-Sechs schlug die Tür jedoch mit einer verkorksten Annahme und einem Angriffsfehler vor der eigenen Nase selber wieder zu. „Unnötig, das hätten wir eigentlich 3:1 gewinnen müssen. Wir sind wieder an unseren Nerven gescheitert. Letztendlich war das Eigenverschulden“, fasste Baumeister die Partie zusammen.

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