GWD II und ASG mächtig unter Druck
Bild: Wegener
Die Bundesliga-Reserve aus Minden am Torerfolg zu hindern, ist eine Herkulesaufgabe. Im Hinspiel gelang der Ahlener SG um Kai Bekston und Luca Werner (v. l. in den dunklen Trikots) dies recht gut. Am Ende sprang für den Neuling zum Saisonauftakt sogar ein Sieg heraus.  
Bild: Wegener

Deshalb hat das Rückspiel, zu dem die Mannschaft von Trainer Sascha Bertow am Sonntag, 15. Januar, um 17 Uhr in Dankersen antritt, große Bedeutung für beide Teams. Denn auch die Gastgeber konnten in der Hinrunde bei weitem nicht so viele Zähler sammeln wie gewünscht.

Der Niederlage in Ahlen folgten sechs weitere, ehe es beim 26:26 in Krefeld den ersten Teilerfolg für die Mannschaft von Trainer Markus Ernst gab. Insgesamt vier Siege haben die Mindener seitdem für sich verbucht – allesamt in eigener Halle. Damit stehen sie zur Saisonhalbzeit mit 9:21 Punkten auf dem zwölften Rang. Zwei Plätze und zwei Punkte besser als die ASG.

Kein Wunder, dass GWD-Trainer Ernst die Partie gegen Ahlen als „Muss-Spiel“ bezeichnet. Mit einem Sieg könnte seine Mannschaft einen der von ihm ausgemachten sechs Konkurrenten im Kampf um den Abstieg mit vier Punkten auf Abstand halten. „Diese Chance wollen wir nutzen“, gibt er sich kämpferisch, obwohl mit Jonas Grass ein wichtiger Rückraumspieler mit einem Kreuzbandriss langfristig ausfällt.

Trotzdem können die Mindener noch auf einen guten Kader zurückgreifen, betont ASG-Trainer Sascha Bertow und hebt mit dem Halblinken Lukas Kister einen Ex-Ahlener besonders hervor. „Der ist sehr stark geworden, wirft gut, ist variabel und macht viel Druck“, lobt er. Außerdem habe GWD mit Moritz Krieter und Jugend-Nationalspieler Joel Birlehm zwei starke Torhüter. Und da die Bundesliga-Mannschaft wegen der Weltmeisterschaft pausiert, ist nicht ausgeschlossen, dass es noch Verstärkungen von oben gibt.

Bei der ASG sieht es personell nicht so gut aus. „Das Training lief letzte Woche etwas holprig“, erklärt Bertow. Dimitri Stukalin, Kai Bekston und Marvin Michalczik mussten wegen Krankheit passen. Nico Wunderlich kann aus beruflichen Gründen nur eingeschränkt trainieren, und Torhüter Pavol Niroda ist bis Samstag noch zu Hause in der Slowakei. Kevin Wiegers wird zudem wegen seiner Schulterverletzung noch länger ausfallen. Nicht die besten Vorzeichen.

„Wir werden sehen, was zu machen ist“, sagt der Trainer. „Und wenn wir die Chance haben, zwei Punkte zu holen, dann werden wir sie ergreifen“, verspricht er.

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