Gähnende Langeweile bei Warendorfs 0:1
Bild: Havelt
Es ging einfach gar nichts: Sowohl Igor Braun (l.) und Lohauserholz als auch Rene Simon und die Warendorfer SU boten samt ihrer Mannschaftskollegen ein langweiliges Bezirksliga-Gekicke.
Bild: Havelt

Die Niederlage war der Tiefpunkt eines völlig verkoksten Nachmittags der Hausherren. Die Warendorfer schafften es einfach nicht, gegen ganz schwache Gäste, Druck nach vorne zu machen. Sie hatten zwar deutlich mehr Ballbesitz, waren aber überhaupt nicht gefährlich. Eine verunglückte Flanke von Niklas Steinkamp, die an den Außenpfosten prallte (39.), mehr bekam die WSU bis zur 80. Minute nicht hin.

Dann allerdings wurden selbst die Fans wach, die mittlerweile eingeschlafen waren. Der eingewechselte Pavel Borisov wurde am Fünfmeterraum klar von den Beinen geholt, der Pfiff des Schiedsrichters – er passte sich dem unterirdischen Niveau der Partie einfach an – blieb aus.

Immerhin nahm die Partie mit dem Nicht-Pfiff Fahrt auf, die Hausherren legten endlich die Leidenschaft an den Tag, die man zuvor vermisst hatte. Nach der Ampelkarte gegen TuS-Akteur Fahle (83.) spielte die WSU sogar in Überzahl. In der Nachspielzeit schlief die Heimelf dann erstmals auch hinten und ermöglichte Guboff sogar das 0:1, das den ersten Saisonsieg von Lohauserholz bedeutete.

Die Sportunion warf nun alles nach vorne und hatte sogar noch die Ausgleichschance. Ramazan Bas (94.) scheiterte mit dem ersten Torschuss der Emsstädter in der gesamten Begegnung aber am Gästekeeper.

„Wir waren einfach zu passiv, da war so eine Niederlage mal fällig“, meinte WSU-Trainer Markus Kleine-Tebbe. „Wenn man keine Chancen herausspielt, kann man auch kein Tor schießen.“ Ganz bitter war, dass auch Lohauserholz den Sieg und damit drei Punkte in diesem „Grottenkick“ nicht verdient hatte.

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