„Ganz gut“ gegen Verl nicht gut genug
Bild: Martinschledde
Ehre gerettet: Die B-Jugend des SC Verl setzte sich im Kreispokalfinale souverän gegen Kaunitz durch, während sich die A-Junioren dem SCW beugen mussten.
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„Wir haben es schon ganz gut gemacht“, wollte der Kaunitzer Trainer Felix März die Leistung seiner Mannschaft nicht schlechtreden. Einen Umstand kritisierte er aber doch: „Wir hätten schon etwas mutiger sein können.“ So musste März anerkennen: „Das Ergebnis geht vollkommen in Ordnung, man hat den Klassenunterschied schon gesehen.“ Trotz der klaren Rollenverteilung ging Verl mit seiner aus der Liga bewährten Marschroute in das Duell. „Wir sind nicht volles Risiko gegangen, sondern haben diszipliniert gespielt und defensiv richtig gut gearbeitet“, lobte Trainer Björn Hollenberg, dessen Mannschaft in der Westfalenliga an der Spitze steht.

„Haben es souverän gemacht“

Derart abgeklärt ließ es Verl so gut wie nie zu, dass es Kaunitz mit seinen schnellen Offensivspielern gelang, die Umschaltmomente in zwingende Chancen zu verwandeln. „Wir haben es wirklich sehr souverän gemacht“, sagte Hollenberg zu der Vorstellung des Favoriten. Eingeleitet wurde der spätere Sieg des Sportclubs durch einen Elfmeter in der 24. Minute: Daniel Schürmann wurde im Strafraum unsanft zu Fall gebracht, der Gefoulte selbst trat anschließend vom Punkt an und verwandelte. „Ein Kontakt war da, aber ich hätte den Elfmeter nicht gegeben“, erklärte FCK-Trainer Felix März, der dann aber noch einräumte: „Ich trage auch eine schwarz-gelbe Brille.“

Simonovic zur endgültigen Entscheidung

Der frühe Rückstand trug jedoch seinen Anteil dazu bei, dass es Kaunitz in der Folge an der nötigen Entschlossenheit fehlte, um die Partie zu drehen und an der Sensation zu schnuppern. Noch vor dem Seitenwechsel erhöhte Luc-Simon Rinne in der 33. Minute auf 2:0, ehe Aleksandar Simonovic mit dem 3:0 in der 72. Minute die endgültige Entscheidung besorgte. Die Tatsache, gut mitgehalten zu haben, tröstete Kaunitz anschließend nur geringfügig: „Wenn man im Finale steht, will man das Ding auch gewinnen – egal wie der Gegner heißt“, sagte Trainer Felix März. Er wusste aber auch: „Ganz gut“ ist gegen diesen starken SC Verl nicht gut genug.

Weitere Berichte zum Finaltag des Jugendfußball-Kreispokals lesen Sie am Dienstag, 27. November, in der „Glocke“.

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