Gar nichts zu verlieren in Krefeld
Bodenkampf: Ahlens Thies Hülsbusch wird zu Fall gebracht und setzt sich trotzdem durch. Beim Spitzenreiter erwartet man bei der ASG nicht unbedingt einen Sieg, eine gute Leistung reicht schon.

 Er richtet seinen Blick auf die  Begegnung am Freitag, 20 Uhr in der Glockenspitzhalle, bei der HSG Krefeld. „Für uns geht es darum, mehr Stabilität in unser Spiel zu bekommen“, sagt der ASG-Trainer. „Damit wir gegen die Gegner, gegen die wir punkten können, auch erfolgreich sind.“

 In Krefeld können die Ahlener ohne jeden Druck aufspielen, denn die Gastgeber gehen nach den bisher gezeigten Leistungen als haushoher Favorit in die Partie. Immerhin: Die personelle Schieflage der ASG hat sich unter der Woche entspannt. „Wir waren am Dienstag endlich mal wieder mit so vielen Spielern beim Training, dass wir sogar mit sieben gegen sieben spielen konnten“, erzählt der Ahlener Mannschaftsverantwortliche.

Sogar Kim Voss Fels, der seine langwierige Rückenverletzung inzwischen überstanden hat, ist wieder beim Mannschaftstraining dabei. „Wir werden ihn langsam und behutsam wieder aufbauen“, sagt Bertow. Auch Felix Harbaum ist nach seiner Handverletzung wieder auf dem Weg der Besserung. „Ob es schon für Einsätze im Angriff reicht, wird man sehen“, ergänzt der Trainer. „Aber Felix hat in der Deckung zuletzt gut gespielt.“

 Die Partie gegen Northeim hat sich Bertow noch einmal in Ruhe angeschaut. „Das Spiel war gar nicht so schlecht“, bilanziert er. „Wir haben viele Sachen auf den Punkt gespielt. Aber wir hatten Phasen, wo wir die schnelle Entscheidung gesucht haben und dann Fehler gemacht haben.“ Die müssen Bertow und seine Spieler beim Spitzenreiter abstellen, „sonst werden wir von Krefeld überlaufen.“

Die HSG führt die Tabelle mit einem Zähler Vorsprung vor Schalksmühle-Halver an und ist sehr zur Zufriedenheit von Trainer Ronny Rogawska voll auf Kurs. „Wir haben uns nach der Auftaktniederlage gegen Spenge gefangen“, sagt der HSG-Trainer. „Das Zusammenspiel zwischen Trainer und Mannschaft stimmt, der Zusammenhalt ist gut und durch unsere Siege haben die Spieler Selbstvertrauen bekommen.“

 Dass sein Team nun in der Liga der Gejagte ist, sei eben so, erklärt Rogawska. Damit könne er leben. Das Erfolgsrezept seiner Mannschaft sieht der Däne in der akribischen Vorbereitung auf jedes Spiel. „Wir schauen uns jeden Gegner genau an und stellen uns darauf ein“ verrät er.

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