Gefühle sind passé, jetzt zählen Fakten
An meine Brust, Trainer! Cihan Yilmaz freut sich mit Erhan Albayrak über das 3:3 gegen Wattenscheid. Jetzt aber darf in Rödinghausen auch mal gewonnen werden.

 Fühlen sich auch besser an. „Gegen Oberhausen hat Rödinghausen vier kassiert, vielleicht glauben die jetzt, uns als Tabellenletzten mit fünfen abzuziehen“, setzt Erhan Albayrak auf den Vorteil der ewig Unterschätzten. „Es wäre nur gut, wenn wir wenigstens bis zur Halbzeit kein Tor kassieren“, übt sich der Trainer in Galgenhumor.

 Meint es aber bitterernst, wenn er fordert, gegen den SV Rödinghausen kompakt zu stehen „und vielleicht ein paar Nadelstiche zu setzen“. Hört sich defensiv an, wofür auch spricht, dass im Häcker Wiehenstadion wohl erstmals Gianluca Marzullo seinen zentralen Stürmerposten räumen muss.

„Vielleicht ist es mal besser für ihn, wenn er in der zweiten Hälfte reinkommt“, will Albayrak seinem zuletzt etwas unsicheren Offensiven den Druck nehmen und könnte Cihan Yilmaz oder auch René Klingenburg in die Mitte beordern. Auch auf den Außenpositionen muss gebastelt werden: Max Machtemes fällt mit einer Oberschenkelzerrung zwei bis drei Wochen aus, Kamil Waldoch schmerzt noch die Platzwunde aus dem Test gegen Spexard.

„Wäre gut, wenn jetzt mal wir in Führung gehen könnten“, wünscht sich der Trainer beim Zehnten der Liga, den er beim 1:1 gegen Wattenscheid beobachtet hat. „Kompakt und in den Kontern brandgefährlich“, hat er Respekt vor den Gastgebern. „Aber wir sind auch in der Liga angekommen und müssen endlich den Trend der letzten beiden Unentschieden nutzen“, will Albayrak am Samstagnachmittag nicht nur ein gutes Gefühl haben. Sondern das auch am Punktestand in Zahlen ausdrücken können

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