Gegen alten Bekannten Bollwerk errichten
Bild: Wegener
Heute Abend im Spiel gegen das Gäste-Team von Ex-ASGer Hendrik Ernst müssen die Ahlener (v. l.) Ferdinand Hümmecke, Thomas Lammers, Mattes Rogowski und Dimitrij Stukalin in der Abwehr besser stehen als jüngst in Nordhemmern.  
Bild: Wegener

Kein Wunder, dass vor dem Spiel am Freitag, 4. Dezember, ab 20 Uhr in der Friedrich-Ebert-Halle gegen Aufsteiger HTV Sundwig/Westig der Fokus im Training auf der Abwehr lag. „Wir haben gegen LIT viel zu tief gestanden“, bemängelt Bertow. „Daran haben wir unter der Woche gearbeitet.“

Und das hat zur Zufriedenheit des Trainers geklappt. Seine Spieler zeigten die notwendige Aggressivität und waren auch im Angriffsspiel auf der Höhe. Deshalb haben alle gedanklich einen Haken an die Partie in Ostwestfalen gemacht und schauen nach vorne. 

„Solche Spiele wie gegen LIT gibt es leider, aber wir wissen, was wir falsch gemacht haben“, sagt Bertow, der weiter auf den verletzten Kevin Wiegers verzichten muss. Auch Ferdi Hümmeckes Einsatz ist fraglich. Er plagt sich mit Hüftproblemen herum. 

Trotzdem will sich die ASG gegen den HTV Sundwig/Westig auf jeden Fall anders präsentieren als unlängst – und das wird auch nötig sein. „Das ist kein Spiel gegen einen Aufsteiger, sondern gegen eine richtig gute Oberliga-Mannschaft“, betont der ASG-Trainer die Klasse des Gegners. „Ich habe schon vor der Saison gesagt, dass die oben mitspielen werden.“

Das wird HTV-Trainer Hendrik Ernst gern hören. Sein erstes Ziel nach dem Aufstieg war zunächst der Klassenerhalt. Doch mit jüngst zwei Siegen gegen die Spitzenclubs aus Gladbeck (29:28) und Loxten (29:21) haben die Sauerländer bewiesen, dass für sie mehr drin ist als der derzeitige zehnte Tabellenplatz.

Mit Hendrik Ernst kommt übrigens ein alter Bekannter zurück an seine frühere Wirkungsstätte. Von 2001 bis 2006 spielte der heute 37-Jährige unter Trainer Holger Kaiser bei der ASG. Vor allem zu Björn Wiegers hat er noch guten Kontakt. Ein etwas komisches Gefühl sei es schon, jetzt als Trainer der gegnerischen Mannschaft in die Friedrich-Ebert-Halle zu kommen, räumt Ernst ein, doch er freut sich auf ein Spiel auf Augenhöhe.

Seine „jungen Wilden“ werden mit Respekt und der richtigen Einstellung in Ahlen auftreten, ist er sich sicher. Was dann daraus wird, wird man sehen.

SOCIAL BOOKMARKS