Gelungene Generalprobe in „Grüner Hölle“
Volle Attacke über die Sprungkuppe, aber keine 150 Meter später kommt eine Rechtskurve. Mit den modernen GT3-Rennboliden kein Problem.

In der Gesamtwertung belegte Konrad-Motorsport den zwölften Platz von rund 100 gestarteten Fahrzeugen.

Am Rennwochenende herrschte wieder einmal wechselhaftes Eifelwetter an der Nürburgring-Nordschleife. Schon beim zweiten Zeittraining am Sonntagmorgen regnete es.

Axcil Jefferies pilotierte den Lamborghini auf nasser Strecke sicher durch die „Grüne Hölle“ und fuhr mit Platz elf ein starkes Resultat heraus. „Axcil hat die Ruhe bewahrt und das Auto auch auf rutschiger Strecke souverän im Griff gehabt. Das war eine großartige Vorstellung“, freute sich Teamchef Franz Konrad über die Leistung des Rennfahrers aus Simbabwe.

Das Qualifikationsrennen über sechs Stunden war für alle Teams die letzte Standortbestimmung vor dem Saisonhöhepunkt, dem 24-Stunden-Rennen am 22./23. Juni. Angesichts des Sonnenscheins prägten Diskussionen über die richtige Reifenwahl das Geschehen kurz vorm Start.

Vom elften Platz ging Michele Di Martino mit dem Konrad-Lamborghini in die Einführungsrunde, um direkt danach zum Reifenwechsel in die Box zu kommen. Der Stopp kostete kaum Zeit, weil es ihr fast alle Teams nachmachten. Messerscharfe Carbonteile, die nach Unfällen oder „Feindberührungen“ auf der Strecke lagen, führten dann im Rennen am Konrad-Lamborghini zu zwei schleichenden Plattfüßen und außerplanmäßigen Boxenstopps.

Eine starke kämpferische Leistung brachte das heimische Team trotz der Zwischenfälle bis auf Gesamtplatz zwölf zurück, womit auch der dritte Platz in der Klasse Pro-Am erobert wurde. Teamchef Franz Konrad: „Trotz der Plattfüße hat unser Team eine starke Leistung abgerufen und war sehr nah an einer Top-zehn-Platzierung. Über die sechs Stunden lagen wir gut im Rennen. Auf jeden Fall war dieses Wochenende eine hilfreiche Vorbereitung aufs Rennen im Juni.“

Es gibt noch einige Arbeit zu tun, aber die Performance des Lamborghini ist grundsätzlich vielversprechend. Entscheidend wird aber auch die Einstufung gemäß der BoP (Balance of Performance) für das 24-Stunden-Rennen sein. Denn im vergangenen Jahr wurde Konrad-Motorsport für eine tolle Trainingsleistung mit einer wenig nachvollziehbaren Einstufung hinsichtlich Gewicht, Tankvolumen und Durchmesser des Air-Restriktor (Luftmengenbegrenzer) „belohnt“.

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