Goldbecker hält nun für den TBV und die TSG
Leon Goldbecker verstärkt mit Doppelspielrecht die TSG Harsewinkel.

 Nötig geworden waren die emsigen, aber nicht nach außen getragenen Bemühungen um einen dritten Keeper durch die Achillessehnenzerrung von Felix Hendrich vor zwei Wochen, die ein vierwöchige Pause zur Folge hat. „Ich freue mich massiv, dass das mit Leon geklappt hat. So können wir als erstes Felix schützen, damit er seine Verletzung richtig auskurieren kann“, war TSG-Trainer Manuel Mühlbrandt der Stolz über den bis zum Spiel geheim gehaltenen „Coup“ anzumerken.

 „Wir mussten doch auch vorsorgen, wenn Maik Schröder, der derzeit richtig stark hält, mal einen schlechten Tag hat oder auch etwas passiert“, ergänzte der Trainer. „Leon war dafür die 1A-Lösung, denn er ist ein Spieler mit viel Perspektive aus der näheren Umgebung“, freute sich Mühlbrandt. Ganz lange musste der 17 Jahre alte Schüler nicht überlegen. Goldbecker hat bei der HSG Gütersloh, wo sein Vater Sven Jugendleiter ist, mit dem Handballspielen begonnen. Nach der Zustimmung von Lemgos A-Jugendtrainer Christian Plesser darf Goldbecker nun mit Doppelspielrecht zusätzlich zu der A-Jugend-Bundesliga beim TBV Lemgo auch bei den Harsewinkeler Senioren spielen – wenn es keine Terminüberschneidungen gibt.

„Das ist schon eine andere Wurfqualität“, hatte Goldbecker, der in diesem Schuljahr sein Fach-Abi am Reinhard-Mohn-Kolleg bauen will. Ob Goldbecker im kommenden Jahr weiter in Lemgo das A-Jugend-Tor hütet, macht der Torwart auch davon abhängig, ob sich die Mannschaft erneut direkt für die Bundesliga qualifiziert.

Dazu muss sie in der aktuell ausgespielten „Pokalrunde“ (dort treten die Teams – zunächst in ihren Staffeln – in Hin- und Rückspiel gegeneinander an, die den Sprung in die Meisterrunde verpasst haben) einen der ersten beiden Plätze belegen.  Nach dem 26:26 gegen den THW Kiel vom vergangenen Sonntag sind die Lemgoer mit 1:3-Punkten aktuell nur Fünfte. Qualifiziert sich der TBV nicht direkt, muss er in die Qualirunden. „Und das ist langwierig“, weiß Goldbecker, der auch zum erweiterten Kreis der U19-Nationalmannschaft gehört.

Am vergangenen Samstag in Brake kam das Talent für einen Siebenmeter zum Einsatz: „Den hätte ich natürlich gern gehabt“, war Goldbecker gegen den Wurf von Niklas Schulze aber chancenlos. Zumindest einmal pro Woche will Leon Goldbecker nun in Harsewinkel mittrainieren und sich dabei für den ein oder anderen auch längeren Verbandsliga-Einsatz empfehlen.

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