Goldkuhle: Der mit Abstand beste Marathon
Bild: Ostermann
Daumen hoch: Werner Goldkuhle (3. v. r.) mit seinen Etappen-Begleitern, die ihn beim „Stay at home“-Ausdauerlauf vor der eigenen Haustür zu einer Bestzeit anspornten.
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Doch der 38. Marathon des leidenschaftlichen Läufers war gerade deshalb etwas ganz Besonderes, weil er direkt vor der Haustür in Herzebrock auf Kilometerjagd gehen konnte. Etappenweise wurde Goldkuhle am vergangenen Sonntag bei seinem „Stay at home“-Marathon von rund einem Dutzend Läuferfreunden begleitet – immer unter Wahrung der vorgegebenen Abstandsregeln.

Eigentlich wollte der Herzebrocker am Wochenende bei einem Stadt-Marathon in Luxemburg an den Start gehen, doch die Veranstaltung im Fürstentum fiel wie so viele andere Sportveranstaltungen der Coronavirus-Pandemie zum Opfer. Kurzerhand machte der 59-Jährige aus der Not eine Tugend und organisierte sich selbst seinen Marathon. Manchmal liegt das Gute so nahe.

Morgens um 9 Uhr fiel bei etwas windigem, ansonsten aber idealem Laufwetter der Startschuss. Zwölf Etappen galt es zu absolvieren: einmal über 7,45 Kilometer, einmal über 5,25 Kilometer und zehnmal über 2,95 Kilometer. Ganz entspannt spulte der Routinier in abwechselnder Begleitung seiner Lauffreunde Marika Ehlers, Harald Loermann, Oliver Hombrink, Jürgen Schulz, Ralf Ostermann, Dietmar Topp, Steffi Bolz, Kathrin Westermann, Ruth Feldmeyer, Julian Borgelt und Bettina Timmer die Etappen ab. Nach vier Stunden, zehn Minuten und 42 Sekunden lief Werner Goldkuhle ins Ziel ein – mehr als vier Minuten unter der angepeilten Zeit.

„Einfach geil“, lautete sein erstes Fazit. Schön sei es gewesen, unterwegs ein bisschen zu quatschen. Ohne die wechselnde Laufbegleitung „wäre es doch ein bisschen öde geworden“, lautete das Fazit von Werner Goldkuhle. So aber erlebten die Zaungäste und Mitläufer im Ziel einen strahlenden und erstaunlich entspannt wirkenden Finisher, der bereits wenig später verkündete: „Das riecht doch nach einer Wiederholung.“

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