Gosda: „Schulde Rot-Weiß Ahlen kein Geld“
Bild: Wegener
Muss er zahlen oder nicht? Ex-Präsident Heinz-Jürgen Gosda sieht die Gosda-Gruppe nicht in der Pflicht.
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Die Hängepartie um die drohende Insolvenz RW Ahlens geht damit ein weiteres Mal in die Verlängerung. Zwar erhielt der vorläufige Insolvenzverwalter Michael Mönig am Mittwoch von Heinz-Jürgen Gosda die Zusage über die Zahlung einer Summe, akzeptabel sei sie aber nicht, so Mönigs Pressesprecher Holger Voskuhl. 

Keine Pflichtzahlung sondern freiwillige Hilfsleistung

Vor allem aber geht es um juristische Details. Denn die Gosda-Gruppe teilte in einer Stellungnahme mit: 1. Die Firmengruppe Gosda schuldet dem Sportverein Rot-Weiß Ahlen kein Geld. 2. Die Firmengruppe Gosda hat alle Zahlungsverpflichtungen aus gültigen Werbeverträgen immer vollständig erfüllt. 3. Die Firmengruppe Gosda hat ein großzügiges Angebot zur Rettung des Vereins unterbreitet, das bis heute vom Insolvenzverwalter Mönig nicht angenommen wurde. Wer etwas anderes behaupte, müsse mit juristischen Folgen rechnen. Entsprechend der Gosda-Mitteilung ist das zuletzt angebotene Geld nun als freiwillige Hilfsleistung zu sehen und nicht als Pflichtzahlung.

Jüngstes Gosda-Angebot nicht überzeugend

Auf eine vertragliche Pflicht zur Zahlung der Gelder hat aber Insolvenzverwalter Mönig gepocht. Rund 364.000 Euro soll Mönig als erste Rate von Gosda eingefordert haben. „Nun hat sich die Sachlage für Mönig nicht geändert“, teilte dessen Pressesprecher Voskuhl mit. Sprich: Das am Mittwoch unterbreitete Angebot Gosdas hat vermutlich weit unter den Mönig-Forderungen gelegen. Genaue Zahlen nannte Voskuhl nicht.

Rettung wird mit jedem Tag schwieriger

Allerdings stellte Voskuhl auf Nachfrage klar, dass die Firmengruppe Gosda für ausstehende Forderungen der Gläubiger einstehen muss, was eben Norbert Gosda ausdrücklich dementierte.  Fest steht laut Voskuhl aber, dass das jüngste Gosda-Angebot weder die Gläubiger noch Michael Mönig überzeugt hat. Damit deutet viel auf eine Klage Mönigs gegen Gosda hin, um die ausstehenden fast 800.000 Euro einzutreiben. Wie lange die Geduld Mönigs reicht, vermochte Voskuhl nicht zu sagen. „Es geht weniger um Geduld als um verbleibende Handlungsoptionen“, sagte Voskuhl. Fakt sei, dass eine Rettung jedweder Art mit jedem verstrichenen Tag schwieriger werde.

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