Große Herausforderung, die sich lohnt
Bild: Hoheisel
Das Tor genau im Blick: Alea Mettenborg vom Wiedenbrücker TV schließt beim Turnier der E-Juniorinnen im Rahmen des Ems-Cups einen Angriff ab. Für sie und ihr Team reicht es am Ende immerhin zu Platz zwei.
Bild: Hoheisel

Am frühen Sonntagnachmittag blickt Peter Wortmann, Abteilungsleiter der Handballer des WTV, zunächst sorgenvoll gen Himmel, dann mit skeptischem Blick auf sein Handy. Eine Internet-App verrät ihm, dass sich dunkle Regenwolken dem Sportzentrum Burg nähern. „So richtig schlechtes Wetter habe ich beim Ems-Cup noch nie erlebt“, sagt der Mitorganisator. Daran wird sich auch im Endspurt nichts mehr ändern, das Freiluft-Turnier bleibt – von eins, zwei kleineren Schauern mal abgesehen – von Unwettern verschont. Was die Macher tun würden, wenn es während der Spiele plötzlich heftiger regnen würde? Schlimmstenfalls an beiden Tagen? „Ich weiß es nicht“, sagt Wortmann. Bis dato musste er sich mit diesem Szenario auch noch nicht auseinandersetzen.

Mit dem puren Spaß am Handball

Für viele teilnehmenden Clubs ist der Ems-Cup der sportliche Schlussakt der Saison – mit dem puren Spaß am Handball und natürlich auch ein wenig Ehrgeiz. „Mir wäre es am liebsten, wenn nur die Gastmannschaften hier gewinnen“, erklärt Wortmann. Wohlwissend, dass die Wiedenbrücker Jugendmannschaften mit dieser Marschroute nicht ganz einverstanden sind. Gleich fünf Turniere gewinnt der WTV. Dazu zählt auch der Wettbewerb der männlichen B-Jugend. Hier sind auch internationale Gäste am Ball, vom Team des mazedonischen Clubs R. K. Vardar Negotino. „Solche Gäste will man haben. Die Trainer und die Spieler waren alle unglaublich nett“, berichtet Wortmann von seinen ersten Auslandserfahrungen in Bezug auf den Ems-Cup.

Nachbarschaftshilfe am Getränkestand

Ein anderer Verein, der mit Handball eher wenig zu tun hat, ist am Wochenende ebenfalls präsent. Christian Brentrup, Vorstandsmitglied des Fußball-Regionalligisten SC Wiedenbrück, steht am Sonntag am Getränkestand – und zwar zapfend hinter der Theke. Seine Tochter spielt beim WTV. „Das ist ein Turnier auf einem fantastischen Niveau“, sagt Brentrup. Und außerdem: „Die Zusammenarbeit der beiden Vereine klappt problemlos.“ Ein paar Stunden später ist der 13. Ems-Cup schon wieder Geschichte. Und der Aufwand hat sich wieder einmal gelohnt.

SOCIAL BOOKMARKS