„Großer Gewinner wäre der Westen“
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Eine Reform der Regionalligen strebt mittlerweile auch DFB-Präsident Reinhard Grindel an.
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Auf der Agenda der Versammlung: Der geplante Bau einer DFB-Akademie in Frankfurt, über den Nationalmannschafts-Manager Oliver Bierhoff informierte, aber auch eine mögliche Reform der Regionalligen. Die Debatte um eine Neustrukturierung der Regionalligen hat nach jahrelangen Kontroversen in den vergangenen Monaten deutlich an Fahrt aufgenommen. Jetzt stehen alle Beteiligten kurz vor einem Durchbruch. Am übernächsten Freitag, 8. Dezember, wird im Rahmen eines außerordentlichen DFB-Bundestags in Frankfurt über die Zukunft der Viertklassigkeit in Deutschland abgestimmt.

Ein Modell gilt als Favorit

Im Vorfeld holte der Verband mit Reinhard Grindel an der Spitze nun mittels der Regionalkonferenzen ein Stimmungsbild aus den einzelnen Landersverbänden ein. Die Tagung am Montag in Duisburg bildete den Abschluss. An diesem Abend wurde deutlich: Von sieben Anträgen, über die am 8. Dezember votiert werden soll, liegt momentan einer in der Gunst des Großteils der Delegierten, aber auch von DFB-Präsident Grindel vorne.

„Eine akzeptable Lösung“

In diesem Modell würde es weiterhin fünf Staffeln geben. Die Ligen West und Südwest, in deren Bereich im bundesweiten Vergleich es die meisten Fußballteams gibt, erhielten jeweils einen festen Aufstiegsplatz, die Meister aus den Klassen Nord, Nordost und Bayern müssten um die zwei weiteren Startberechtigungen zur Dritten Liga gegeneinander in einer Qualifikation antreten. „In meinen Augen wäre das eine akzeptable Lösung, bei der der Westen der große Gewinner wäre“, sagt Bernhard Hartmann. Verlierer dieses Modells wäre indes der Nordostdeutsche Fußballverband, der einerseits eine Reduzierung auf vier Regionalligen anstrebt, die Nordost-Staffel aber unbedingt erhalten will.

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