Großes Rätsel: Was tun gegen Viktoria?
Bild: Bremehr
Konsequent und mutig sollten Oliver Zech (r.) und seine Kollegen vom SC Wiedenbrück auch gegen Viktoria Köln agieren.
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Am Tag nach dem eigenen 1:1 in Dortmund hat sich Björn Mehnert auf eine kleine Dienstreise begeben. Der Trainer des SC Wiedenbrück hat den kommenden Gegner Viktoria Köln bei dessen 0:0 gegen RW Oberhausen unter die Lupe genommen. Mit folgender Erkenntnis: „Ich habe gesehen, was man gegen diese Mannschaft tun sollte und was man auf keinen Fall tun sollte“, erläutert Mehnert – und geht anschließend ins Detail.

„Da sitzt ein Musculus auf der Bank“

Er beginnt damit, was sein Team am Samstag (14 Uhr) vor eigenem Publikum unbedingt vermeiden sollte, will es gegen den haushohen Favoriten in den Bereich einer Überraschung kommen: „Wir dürfen sie nicht ins Rollen kommen lassen und uns auch nicht nur auf zwei oder drei Spieler fokussieren“, klärt Mehnert auf. Nach dem Motto: Was nützt es, wenn es gelingt, Mike Wunderlich auszuschalten, wenn stattdessen Kevin Holzweiler oder Albert Bunjaku Köln zum Auswärtssieg schießen? Die individuelle Qualität des Spitzenreiter sucht schließlich ihresgleichen in dieser Liga. „Da sitzt ein Lucas Musculus auf der Bank“, sagt Mehnert und schüttelt ungläubig mit dem Kopf.

SC Verl ist Spitzenreiter der Rückrunde

Als Spitzenreiter fährt der SC Verl am Samstag an den Rhein zum Gastspiel bei der Zweitvertretung des 1. FC Köln. Zumindest mit Blick auf die Rückrundentabelle ist der Sportclub die Mannschaft der Stunde, denn nach fünf absolvierten Spielen des zweiten Saisonteils führt die Mannschaft von Trainer Guerino Capretti diese Rangliste vor dem SV Rödinghausen, Rot-Weiß Essen und der SG Wattenscheid an. In der Gesamttabelle der Fußball-Regionalliga wird Verl nach 22 absolvierten Spielen auf Rang elf notiert.

Capretti warnt: „Die haben Qualität“

Mit einem Sieg bei den „kleinen Geißböcken“ könnte es weiter aufwärts gehen. Doch Capretti warnt vor dem Kölner Kellerkind. „Die haben Qualität und sich im Winter verstärkt“, will sich Verls Trainer weder vom „Tabellenstand oder irgendwelchen Ergebnissen täuschen lassen“. Apropos Ergebnis: Das jüngste 1:1 gegen ein weiteres Kellerkind, den 1. FC Kaan-Marienborn, nimmt Guerino Capretti zum Anlass, an den Ehrgeiz seiner Mannschaft zu appellieren. Schließlich gelte es, wieder etwas gutzumachen, wurmt Verls Linienchef der gegen den Aufsteiger wieder einmal fahrlässige Umgang mit den Torchancen.

Weitere Hintergründe zu den Partien des SC Wiedenbrück und SC Verl am 23. Spieltag der Regionalliga West lesen Sie am Samstag, 23. Februar, in der „Glocke“.

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