Gruselige Beelener, VfL und WSU gewinnen
Bild: Kruse
Tobias Vornholt (Mitte) und Beelen waren gegen Gelmer mit Alain Kappel (l.) sowie Steffen Koch völlig chancenlos.
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 „Ich hätte nicht gedacht, dass ich das diese Saison noch einmal sagen muss, aber das war definitiv unsere schlechteste Leistung“, nahm Co-Trainer Andre Lütke-Frie kein Blatt vor den Mund. „Ich verstehe überhaupt nicht, wie man nach einer zuletzt guten Leistung wieder so ein Spiel abliefern kann. Wir haben nichts von dem umgesetzt, was wir uns vorgenommen haben. Wir sprechen die Dinge immer an, müssen sie aber auch einfach mal in die Tat umsetzen.“

Der privat verhinderte Trainer Volker Franz dürfte also froh gewesen sein, sich den Anblick der Partie erspart zu haben. Denn Positives gab es bei seiner Elf so gut wie nicht zu sehen.

Von Beginn an zeigten die Gäste aus Gelmer die deutlich bessere Spielanlage. Hinten souverän und abgeklärt, vorne durchschlagskräftig und höchsteffektiv. Gelmer reichte eine durchschnittliche Leistung, um schwache Beelener immer wieder vor Probleme zu stellen. GW stellte bereits nach den ersten 45 Minuten die Weichen auf Sieg. In der 17. Minute traf Oliver Ritz zur 1:0-Führung. Gleich drei Beelener waren theoretisch in der Lage, den Angreifer zu stoppen. Praktisch wollte aber keiner von ihnen in den Zweikampf gehen, so dass Ritz problemlos von der rechten Seite zum 1:0 traf.

Dem Blau-Weiß-Dilemma setzte dann Gerben Yoran Papenburg in der 32. Minute die Krone auf. Der mit Abstand kürzeste Spieler auf dem gesamten Feld gewann das Kopfballduell gegen den mindestens ein Kopf größer gewachsenen Riccardo Itzek und köpfte zum 2:0 ein. „Das war wirklich bezeichnend für unsere Leistung“, meinte Lütke-Frie.

In Hälfte zwei keimte dann kurz Hoffnung bei der Heimelf auf. Doch die wurde mit dem 0:3 in der 54. Minute schnell begraben. Und auch in dieser Situation befanden sich die Beelener wieder im kollektiven Tiefschlaf. Nach einem Abpraller von der Latte, köpfte Thorsten Schürmann unbedrängt ein und besorgte die Vorentscheidung. Die beste und auch einzige Beelener Chance vergab Marvin Franz in Hälfte eins.

BW Greven - Warendorfer SU 0:6 (0:2). „Wir haben genau da wieder angepackt, wo wir letzte Woche aufgehört haben“, meinte WSU-Trainer Lukas Krumpietz, nachdem er bereits in der Vorwoche ebenfalls einen überzeugenden 6:0-Erfolg seiner Elf sah. „Wir haben wieder eine große Spielfreude gezeigt und so gut wie keine Chancen zugelassen. Wir finden immer mehr zu unserem Rhythmus“, freute sich der Übungsleiter. Nach der frühen 2:0-Führung nach einer Viertelstunde ruhte sich die WSU etwas zu sehr auf dem Ergebnis aus, zog dafür zum Ende hin aber noch einmal richtig an und spielte die Partie souverän herunter. Die Tore machten zweimal Gian-Luc Klemckow, Stefan Schmidt, Lennart Burchardt, Philipp Hövener und Laurence Wacker.

Eintracht Münster - VfL Sassenberg 2:6 (2:4). Trotz des ungefährdeten Sieges war Sassenbergs Trainer Markus Bollmann nicht vollends zufrieden mit der Leistung seiner Elf. „Die beiden Gegentore waren von uns geschenkt. Das darf eigentlich nicht passieren“, monierte Bollmann. Ansonsten sah der Trainer allerdings eine einseitige Partie. Als sich die Heimelf Sekunden vor dem Pausenpfiff noch durch eine Ampelkarte dezimierte, war die Begegnung bereits entschieden. „Die konnten und wir wollten nicht mehr“, kommentierte Bollmann den zweiten Abschnitt. Es trafen für den VfL: Tobias Brand (3), Sefkan Yaygir, Stefan Wortmann und Lauren Kock.

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