Gütersloh kauft Krösus Rödinghausen Schneid ab
Bild: Dünhölter
Zwei im Brennpunkt: Bis auf seinen Strafstoßtreffer blieb Rödinghausens Christian Knappmann (l.) gestern blass. Bei Güterslohs Innenverteidiger Lars Beuckmann, der von Schiedsrichter Marc Frömel allerdings Rot gezeigt bekam, war „Knappi“ gut aufgehoben.
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Dabei steckte der FCG einen Elfmetertreffer durch Christian Knappmann und die Rote Karte gegen Innenverteidiger Lars Beuckmann bravourös weg, sodass Matthäus Wieckowicz in der 89. Minute den mehr als verdienten Ausgleichstreffer erzielte. Jubel brandete im Heidewaldstadion auf wie bei einem der selten gewordenen FCG-Siege.

„Das war das beste Heimspiel des Jahres“, zeigte sich Holger Wortmann erleichtert wie selten zuvor. Dabei war die Ausgangslage für die Hausherren mehr als schlecht. So orakelte FCG-Präsident Dr. Bernd Ruhnke, hoffentlich falle das Resultat nicht zweistellig aus. Doch von einer ähnlichen Klatsche wie beim 0:7 in der Hinserie war der FC Gütersloh gestern Nachmittag Meilen weit entfernt.

Forsch gingen die Hausherren mit ihrer ungewohnten Doppelspitze Vadim Thomas und Matthäus Wieckowicz zu Werke, hatten im ersten Durchgang die besten Szene auf ihrer Seite. In der Defensive legte Lars Beuckmann den über weite Strecken wie einen Fremdkörper im SVR-Spiel agierenden Angriffs-Hünen Christian Knappmann souverän an die kurze Leine. Und FCG-Schlussmann Sebastian Tiszai passte auf, wenn ein Gegner mal gefährlich durchkam. Nach vorne machten Wieckowicz und Thomas Druck. Wenngleich es mit dem Abschluss haperte.

Die Partie drohte zu kippen, als Christian Knappmann plötzlich frei durch war, Tiszai aus seinem Kasten herauskam, den Ball hatte – dabei aber „Knappi“ umrempelte. Schiedsrichter Frömel zeigte auf den Punkt und Beuckmann Rot, weil dieser ihn bei der anschließenden Diskussion anfasste. Den Elfmeter verwandelte Knappmann selber zum 0:1 (56.).

Mehrfach stellte Hoger Wortmann sein Team in der Folgezeit um. Mit Erfolg, denn trotz der Hereinnahme von Torjäger Francis Owusu-Ansah-Williams legte Rödinghausen keinen Treffer nach. Was auch am glänzend aufgelegten Sebastian Tiszai lag, der die Kritik an seinen ersten Auftritten im FCG-Dress schnell vergessen ließ. Güterslohes Wille wurde belohnt. Bloß einen Elfer vermeiden, lautete bei Rödinghausen die Devise, als Janis Kaus bis zur Grundlinie durchdrang, hinter den langen Pfosten flankte und Matthäus Wieckowicz zum umjubelten 1:1 einköpfte.

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