Gute Nachbarn im doppelten Wortsinne
Bringt man nicht so schnell zu Fall: Björn Johannwiemann (r.) und seine Dolberger.

„Schalke spielt in einer anderen Liga“, gesteht Ahlens Übungsleiter Szymanski, der anerkennt, „dass Schalke wirklich sehr gut ist“. Und da auch Absteiger Recklinghausen fleißig punktet, ist die ASG aktuell die drittstärkste Kraft der Landesliga. „Wir gehören nicht zu den Top-Favoriten“, sagt Rückraum-Spieler Felix Harbaum, der genau wie Chef Szymanski erklärt, dass viele Mechanismen noch nicht so ganz greifen, die ASG aber auf dem Weg der Besserung ist.

 „Die extremen Verletzungssorgen mussten wir erstmal kompensieren“, erzählt Szymanski, der dennoch zufrieden ist. „Platz drei hätte ich vorher so unterschrieben.“ Ob das die Bosse im Verein gerne hören? Klar ist, dass der Schrei nach einem Aufstieg jährlich lauter wird, um einen qualitativ guten Unterbau für die Oberliga-Garde zu stellen.

Solche Sorgen haben Dolbergs Handballer nicht. „Wir sind in der Landesliga angekommen“, frohlockt Trainer Thomas Steinhoff und freut sich schon auf das Derby am Samstag gegen die ASG-Reserve. „Ich bin optimistisch, dass wir etwas mitnehmen können“, sagt der Übungsleiter, der schon ’mal ankündigt: „Wir werden uns nicht verstecken.“

Warum auch? Die Kritik, der Landesliga-Aufstieg sei für die junge Truppe zu früh gekommen, ist längst verpufft. „Wir sind nicht so unerfahren und verteilen die Last auf viele Schultern“, betont Kapitän Christoph Bußmann, dass in Dolberg „Das Wir“ gewinnt. „Jetzt können wir entspannt ins Derby gehen“, sagt Steinhoff, der merkt, dass seine Schützlinge frei aufspielen und „wir uns in dieser Liga wohlfühlen“.

Und so wird das Duell in der Mehrzweckhalle am Samstag zum echten Härtetest – sowohl für die ASG als auch für die Eintracht. „Ein Spiel auf Augenhöhe“, erwartet Szymanski einen heißen Tanz vor Dolbergs Publikum, das mächtig handballverrückt ist und derzeit mächtig verwöhnt wird. „Für solche Spiele ist man doch Handballer“, freut sich Szymanski auf den Vergleich. „Meine Jungs sind jetzt schon heiß.“

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