HSG: Ein Neubeginn mit Hindernissen
Bild: Christ
Zurück zu alter Stärke: Der Sportliche Leiter Matthias Kollenberg (v. l.), die Neuzugänge Ture-Lars Klüsener und Adrian Walter sowie Trainer Uwe Walter wollen mit der HSG Gütersloh in der kommenden Landesliga-Saison eine ordentliche Rolle spielen, langfristig aber wieder oben anklopfen.
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Elf Akteure befinden sich derzeit im Kader der HSG. Davon sind Jonas Wibbelt und Dejan Skoric noch mit Schulterverletzungen außer Gefecht oder zumindest nur eingeschränkt einsetzbar. Ein Neuzugang wurde für die Torhüter-Position gefunden: Ture-Lars Klüsener hat es aus Mönchengladbach nach Gütersloh verschlagen, weil er nun bei Bertelsmann arbeitet. Der 20-Jährige hat im Rheinland höherklassig gespielt und soll Julius Gruß ersetzen, der seine Laufbahn beendet hat. Uwe Walters Sohn Adrian (20) absolviert die Vorbereitung mit und könnte das Team als Kreisläufer verstärken. Vor seinem Jahr in Australien spielte Adrian Walter in der A-Jugend-Oberliga beim TV Verl.

Wunschkandidaten fehlt Perspektive

Bei Mirko Torbrügge und Kasper Neuhaus haben Walter und der Sportliche Leiter Matthias Kollenberg die Hoffnung noch nicht aufgegeben. „Bei beiden ist es in erster Linie eine Job-Frage. Die machen jetzt erstmal ihre Abschlüsse und müssen dann sehen, wie es beruflich weitergeht“, erklären die Verantwortlichen. Ein paar potenzielle Neuzugänge hätte Uwe Walter darüber hinaus aber gerne begrüßt: „Aber ohne die Verbandsliga-Perspektive konnten wir unsere Wunschkandidaten nicht mehr überzeugen.“ Der Markt mit echten Verstärkungen gestaltete sich als nahezu abgegrast. „Wir wollten nur Leute, die uns richtig weiterhelfen, und nicht nur den Kader vollkriegen“, betont der Sportliche Leiter Kollenberg.

Walter setzt Trainingslager an

Außer dem Volksbank-Cup testet die HSG gegen Brockhagen und Loxten II. Im Rahmen der Handball-Tage in Werther hat Walter ein Trainingslager angesetzt. Perspektivisch wollen die Gütersloher ein neues Konzept umsetzen und bis 2022 wieder ein gewichtiges Wort in der Verbandsliga mitsprechen. Dafür sollen nun die Grundlagen gelegt werden. „Unsere Philosophie ist es, nur noch Spieler unter 25 Jahren zu holen, mit denen wir diesen Weg gehen können“, betont Kollenberg. In dieser Saison der Konsolidierung peilt die HSG einen der ersten vier Plätze an – wenn sie von argem Verletzungspech verschont bleibt. Aufgrund der Staffeleinteilung müssen die Gütersloher in der vermeintlich stärkeren Staffel im Mindener Raum antreten.

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