HSG-Kader muss “bereinigt„ werden
Manschaftskapitän Mario Clößner und die HSG haben nicht nur sportlich einen schweren Stand.

 Und die ist äußerst knifflig. Ein eingeschränkter finanzieller Rahmen, dazu die sportlich ungewisse Lage, die sich vielleicht erst Ende Mai endgültig klären wird, Ausstiegsklauseln im Abstiegsfall bei einigen Akteuren – Rothenpieler muss mit vielen Variablen arbeiten. „Man macht sich derzeit viele strategische Gedanken. Und wir sind bemüht, relativ schnell Klarheit zu schaffen“, erklärt der Coach. „Aber es ist ein schwieriger Spagat. Wir müssen einerseits den Gürtel enger schnallen und behutsam mit unserem Etat umgehen. Andererseits wollen wir eine gute Mannschaft stellen – im Optimalfall in der 1. Liga.“

Nicht alle Spieler können bleiben

Rothenpieler hat inzwischen von Geschäftsführer Franz Dressel eine durch Sponsorengelder abgesicherte Summe genannt bekommen, mit der er erste Arbeiten erledigen kann – mehr nicht. Der Manager spricht nun zunächst die Akteure an, deren Verträge im Sommer auslaufen und mit denen der Klub auf jeden Fall verlängern möchte. Dass nicht alle ihre Arbeit in der Maxipark-Arena fortsetzen dürfen, versteht sich angesichts des immer noch großen Kaders und des eingeschränkten finanziellen Spielraum fast von selbst. „Wir müssen besser planen“, sagt Rothenpieler. Und: „Es wird Bereinigungen geben.“ Wen diese treffen, lässt der Trainer offen. Dass manche Maßnahme „unpopulär“ sein wird, weiß er hingegen bereits sehr wohl. „Mit dem einen oder anderen verlängern wir vielleicht aus wirtschaftlichen Gründen nicht, auch wenn wir ihn sportlich oder aus anderen Gesichtspunkten gerne halten würden“, erklärt er. „Wenn wir auf irgendeiner Position nur mit einem Spieler in die nächste Saison gehen, dann ist das halt erst einmal so. Es kann ja durchaus sein, dass wir später nochmal nachlegen können“, sagt er.

„Wir müssen ein wenig jonglieren“

Zahlenakrobatik ist gefragt. „Wir müssen ein bisschen jonglieren“, so Rothenpieler. Am Ende aller Planungen soll schließlich eine wettbewerbsfähige Mannschaft stehen. Eine, die im Falle des Abstiegs „in der 2. Liga im oberen Bereich spielen kann. Sollten wir, was wir hoffen, den Klassenerhalt schaffen, dann werden wir uns allerdings sportlich sicherlich nicht weit aus dem Fenster lehnen können.“

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