HSG feiert Auswärtssieg in Melsungen
Bild:Wegener
Björn Wiegers (l.) und die HSG feierten einen leider wertlosen Auswärtssieg in Melsungen.
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 Mit 30:27 (14:17) hatte sich die HSG überraschend durchgesetzt. In einer Partie, der durch den am Freitagabend errungenen Erfolg des DHC Rheinland gegen den SC Magdeburg schon im Vorfeld jede Brisanz genommen war.

Dennoch war keine Spur von Frust über den besiegelten Abstieg zu spüren, denn zu gering war bereits die Hoffnung darauf, dass die HSG noch einen Angriff auf Rang 16 nehmen könnte.

Und Trainer Kay Rothenpieler? Der hatte angesichts der neuen Ausgangssituation kurzerhand eine veränderte Marschroute ausgegeben. Hatte auf die ohnehin angeschlagenen Chen Pomeranz (Rückenprobleme) und Mario Clößner (Schulterprellung) verzichtet – zugunsten einer Startformation, die mit Ausnahme von Malte Schröder auf Halbrechts nur mit Spielern besetzt war, die auch in der kommenden Saison in der 2. Bundesliga für die HSG auflaufen werden.

„Wir haben ein bisschen experimentiert“, sagte Rothenpieler, der mit dem Ergebnis zufrieden war. „Ich denke, das hat ganz gut funktioniert.“ Denn die HSG erwischte einen Start nach Maß, lag nach neun Minuten mit 6:2 und nach 15 mit 9:5 vorne, auch, weil Rycharski in dieser Phase vier seiner fünf Treffer erzielte.

Als danach der Vorsprung schmolz und die HSG ihre übliche zehnminütige Spielpause zum 14:17-Pausenrückstand einlegte, schien die Partie ihren gewohnten Verlauf zu nehmen. Doch Rothenpieler ließ sich nicht beirren, nahm nach dem Wechsel sogar noch zusätzlich Lars Gudat auf Halbrechts für Malte Schröder in die Begegnung.

 „Diese Variante haben wir schon ab und zu im Training ausprobiert“, war der Coach zufrieden. Gudat fügte sich gut ein, erzielte zwei Treffer. „Je häufiger er das macht, umso besser wird er damit umgehen können. Ich denke, das wird ihm auch Spaß machen“, prophezeit der Trainer.

Spaß machte es den Ahlen-Hammern in Kassel vor allem, weil sich die HSG wieder ins Spiel biss. Und den Spieß sogar noch umdrehte. Was den Hausherren keine schlaflosen Nächte bescherte und den Gästen eine letzte unbeschwerte Heimfahrt.

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