HSG heiß auf den Abstiegskrimi beim DHC
Bild: Wegener
"Ich liebe solche Spiele": HSG-Kreisläufer Björn Wiegers (r.) brennt auf die Partie in Dormagen.
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Verliert Ahlen-Hamm die Begegnung, dürfte der Traum vom Sprung auf den Relegationsplatz und der damit verbundenen Chance auf den Klassenerhalt endgültig platzen.

 Das Perfide daran ist die Abstiegsregelung der HBL. Obwohl der DHC Rheinland insolvent ist und als erster Absteiger feststeht, rückt er nicht automatisch ans Tabellenende. Das heißt im Klartext: lässt der DHC Rheinland die Kontrahenten aus Friesenheim und Ahlen-Hamm sportlich hinter sich und verbleibt auf Platz 16, steigen diese drei Teams ohne Relegation direkt ab. Der Sieger der Play-Off-Spiele der Zweitliga-Zweiten würde dann ohne eine Relegation gegen den Erstliga-16. in die Eliteklasse aufsteigen.

Ahlen-Hamm muss den DHC Rheinland also zwangsläufig schlagen, weil Rang 17 zu wenig ist. Trotz dieses Drucks hat HSG-Trainer Kay Rothenpieler „eine gewisse Lockerheit“ im Training gespürt. „Klar, die Anspannung ist da, aber wir hatten auch Spaß“, erklärte der Verantwortliche.

Heute besitzt sein Team die vermutlich letzte realistische Chance, Punkte zu sammeln. Daheim gegen die Füchse, in Melsungen und vor eigenem Publikum gegen Flensburg-Handewitt ist der Aufsteiger Außenseiter.

In Dormagen erwartet Rothenpieler „ein Spiel auf Augenhöhe“ gegen ein Team mit jungen, gut ausgebildeten Individualisten. Die Gastgeber haben nach dem wirtschaftlichen Rückschlag eine Trotzreaktion gezeigt und mit Siegen gegen Melsungen und Balingen Boden gut gemacht. In Reihen der HSG gibt es zudem ernste Personalsorgen. Rückraumschütze Einar Holmgeirsson wird heute operiert und fällt bekanntlich die komplette Saison aus. Abwehrchef Frank Schumann leidet wieder unter Knieproblemen und fehlt ebenso.

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