Hälfte eins und Körpersprache machen Mut
Bild: Wegener
Malte Schröder (Mitte) biss sich trotz einer Grippe-Erkrankung durch und erzielte sechs Tore.
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Was Rothenpieler besonders wichtig war, beherzten seine Spieler trotz der Übermacht der Gäste nach der Pause. „Wir haben uns nicht aufgegeben wie in Wetzlar. Daher können wir mit einem positiven Gefühl aus dieser Partie herausgehen.“

Sicherlich schmerzt die Niederlage, weil sowohl Hannover-Burgdorf als auch Melsungen zeitgleich unerwartete Siege feierten. Andererseits richtet sich der Blick der Ahlen-Hammer derzeit überwiegend auf die Friesenheimer auf Relegationsplatz 16. Dieses Team gilt es nun zu verdrängen. Falls am Ende noch mehr herausspringt, prima.

Selbst die 37 Gegentore des Samstags und der damit verbundene Rückschlag in der Tordifferenz bereiten Rothenpieler kaum Kopfzerbrechen. Er verweist darauf, dass Friesenheim auch noch gegen einige Große spielen muss und hofft auf torhungrige Rhein-Neckar-Löwen und angriffslustige Kieler Zebras. „Gegen Magdeburg wollten wir den Leuten zeigen, dass wir die Körpersprache haben, um den Abstiegskampf anzunehmen“, ergänzte Rothenpieler. „Dass eine solche erst Halbzeit dabei herauskommt, umso besser.“

Einziges Manko der ersten 30 Minuten in der Maxipark-Arena war die zu knappe Ein-Tore-Führung. Denn in der zweiten Hälfte hatte Magdeburg erwartungsgemäß die besseren Trümpfe in der Hinterhand. „Plötzlich hält der Torwart super, ein van Olphen sitzt 25 Minuten nur auf der Bank und entscheidet dann das Spiel“, beschrieb Rothenpieler die entscheidenden Anfangsminuten nach der Pause. „Burgdorf, Rheinland, dass sind die Mannschaften, mit denen wir auf Augenhöhe spielen können, nicht der SC Magdeburg in dieser Verfassung“, räumte der HSG-Trainer freimütig ein.

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