Halle Nord steht nach Punktlandung Kopf
Sekt- und Bierdusche für den HSG Vorsitzenden Udo Johannböke und Trainer Hagen Hessenkämper.

 Ausgelassener Jubel, Sektfontänen, Freudensprünge, Bierduschen, von Stefan Christ weggekegelte Mitspieler. Und dazu die Fans, die der Mannschaft stehend applaudierten und ihr in der finalen Aufgabe hervorragende Unterstützung gaben. Das war die an den Aufstieg im Vorjahr erinnernde Szenerie, als sich herumgesprochen hatte, dass der souveräne Meister Lemgo II beim 42:32 über den HSG-Konkurrent Hahlen voll durchgezogen hatte. Die HSG Gütersloh beendet die Saison damit auf Rang zehn.

Auch Rang elf hätte gereicht

HSG Gütersloh: Rogalski/Plum – Buhrmester (3), Zöllner (6), Schönhoff (2), Harbert (5), Christ (2), Wiemann (9/5), Gast (1), Schulze, Stammeier, Ortjohann (2), Haubrock (1)

 

Dann kam die Kunde, dass aus der dritten Liga nur die drei Westfalen HSE Hamm, SG Schalksmühle-Halver und TuS Spenge absteigen und in der Oberliga auch Rang elf und damit Hahlen die Klasse hält. Somit hat die Punktladung auf einer dicken Sicherheitsmatte stattgefunden.

Noch einmal Vollgas gaben am Samstag nicht nur der souveräne Drittligaaufsteiger Lemgo (mit HSG-Neuzugang Aljoscha Ziegler), sondern auch die in der Rückrunde auftrumpfende Teutonia aus Bochum-Riemke. Weil sich die Gastgeber mit unglaublich vielen vergebenen Chancen das Leben schwer machten, nahm die Mannschaft von Dieter Lenz das Heft in die Hand. Beim 10:9 durch den (vor allem als es später drauf ankam) stark aufspielenden Thorsten Harbert führte die HSG zum letzten Mal in dieser Partie.

Zum Ende der Halbzeit hatte sich Riemke auf 19:15 abgesetzt. Die Gütersloher zeigten Moral, Herzblut und Kampfgeist nach Wiederanpfiff. Beim 26:26 war wieder der Ausgleich geschafft, doch drehen konnten die Hessenkämper-Schützlinge die Partie nicht. So begann auf der Tribüne sowie der Bank das hektische Abfragen der Drittligaspiele mit erst einmal negativer Tendenz. Der HSG drohte auf der Zielgeraden noch der Abstieg, vier Würfe an den Innenpfosten ließen Schlimmes befürchten.

Stürmerfoul statt Siebenmeter

Doch dann hielt Daniel Plum zwei Siebenmeter, glich Benjamin Zöllner 37 Sekunden vor Abpfiff zum 31:31 aus. In den allerletzten Sekunden hatte die HSG auch Glück, dass die Schiris in eine vielversprechende Riemker Angriffsaktion hinein Zeitspiel pfiffen. Dann war es Stefan Christ mit seiner letzten Aktion im HSG-Oberligatrikot vorbehalten, den Punkt zu retten. Der Routinier unterband Sekunden vor dem Ende in höchster Not gewohnt rustikal einen Riemker Gegenstoß, und die Unparteiischen pfiffen statt Siebenmeter Stürmerfoul, Damit war der Punkt sicher.

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