Hammerharte Aufgaben für RWA und SCR
Bild: Wegener
Auf Maximilian Dahlhoff (l.) und die anderen RW-Abwehrspieler dürfte am Sonntag gegen Neuenkirchen viel Arbeit zukommen.  
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Ahlen (rol) - Frühlingshafte Temperaturen von fast 20 Grad Celsius und laut RW-Co-Trainer Rafal Krumpietz ein „absolutes Spitzenspiel“. Wenn die Ahlener am Sonntag ab 15 Uhr als Tabellendritter im heimischen Wersestadion auf den Sechsten SuS Neuenkirchen treffen, scheint beste Fußball-Unterhaltung beinahe garantiert.

„Vielleicht kommen ja aufgrund des Wetters auch ein paar Zuschauer mehr“, ergänzt Krumpietz. Alles gut also? Mitnichten, denn in personeller Hinsicht läuft RW Ahlen derzeit auf der letzten Rille. „Die Verletzungssituation war noch nie so schlimm wie jetzt“, betont Krumpietz und schiebt gleich nach. „Und Neuenkirchen ist in diesem Jahr bis jetzt wohl der stärkste Gegner.“

Allen Hiobsbotschaften zum Trotz kündigt der Assi von Trainer Carlos Castilla aber auch ohne die Langzeitverletzten Aaron Vasiliou, Yannick Langesberg und Justin Braun „attraktiven und erfolgreichen Angriffsfußball“ an. Dass kurzfristig auch Bernhard Venker (Kapselverletzung im Knie), Timo Achenbach (Grippe) und Vadim Baumbach (Bänderdehnung) sowie der angeschlagene zweite Torhüter Fatih Kalintas ausfallen, soll daran nichts ändern.

„Wir wollen oben dran bleiben“, gibt Krumpietz die Marschroute vor und spürt wie das Team schon den Atem von Neuenkirchen im Nacken. Lediglich zwei Punkte beträgt der Rückstand der Gäste aus dem nördlichen Münsterland auf Ahlen. Die robusten Gäste mit den quirligen Angreifern könnten die Platzherren also mit einem Auswärtssieg in der Tabelle überflügeln und einen riesen Satz nach vorne machen.

„Das ist eine sehr starke Mannschaft. Wir erinnern uns noch an die Niederlage im Hinspiel“, sagt Krumpietz. Sein Team hat also noch eine Rechnung offen und will auch mit schmalen Kader bestehen. Krumpietz: „Wir haben genug Leute, jeder ist austauschbar. Schließlich können ja auch unsere Leute an den Positionen 13 oder 14 Fußball spielen.“

Roland (md) - Beim Gedanken an das Spiel bei Eintracht Rheine am Sonntag (15 Uhr) wird Rolands Trainer Ismail Atalan alles andere als warm ums Herz. „Das ist momentan mit Bielefeld der schwerste Gegner, den wir kriegen können“, verneigt er sich vor der beeindruckenden Frühform der Münsterländer.

Mit der Empfehlung von drei Siegen aus drei Spielen, darunter ein 3:0-Heimerfolg gegen Rödinghausen, ist Rheine in die Rückrunde der Oberliga-Rückserie gestartet. In der heimischen OBI-Arena verloren die Eintrachtler dazu erst zweimal. „Wir müssen höllisch aufpassen“, warnt Atalan, dem Suri Ucar wieder zur Verfügung steht. Felix Frank und Erdal Kaleoglu fallen hingegen aus.

Rafael-Goacalo Figueiredo, der im Winter aus Neuenkirchen nach Rheine kam, hat der Mannschaft zu einem großen Schub nach vorne verholfen. Die wichtigsten Elemente im Angriffsspiel sind Standardsituationen und ein schnelles Umschalten. „Sie haben extrem schnelle Leute, spielen gerne direkt Vertikalpässe“, analysierte Atalan das Rheinenser Sturmverhalten. „Wir müssen effektive Wege nach hinten laufen und die Pässe abschmettern“, fordert er. Außerdem gelte es, Standards zu vermeiden. „In der Schlussphase haben wir gegen Rödinghausen zu viele zugelassen“, befand Atalan.

Erschwerend kommen die Platzbedingungen hinzu. „Es ist ein tiefer Rasen, da müssen wir alles in die Waagschale werfen. Wer nach einem Spiel auf dem Acker keine schweren Beine hat, der hat kein gutes Spiel gemacht.“ Nicht zuletzt deshalb lautet Atalans Devise für die Aufstellung am Sonntag „jung, dynamisch, schnell – nach vorn und nach hinten“. „Sie dürfen Fehler machen, aber niemals stehen bleiben.“

Und wenn Atalan einen Wunsch für das eigene Offensivspiel hat, ist es folgender: „Wir dürfen nicht zu viele Querpässe machen, müssen die Unordnung ausnutzen.“ Sie sind eben momentan nach vorne und nach hinten zügig unterwegs die Roländer.

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