Hassemeier: „Das ist kaum greifbar“
Archivfoto: Walther
Seine Karriere hat Rettungsschwimmer Marcel Hassemeier aus Ennigerloh bereits 2014 beendet, als Trainer des Bundeskaders ist er aber noch aktiv.
Archivfoto: Walther

Mehr als sieben Jahre liegt dieser Triumph nun schon zurück: Bei den World Games 2013 in Kolumbien holte der Ennigerloher Rettungsschwimmer Marcel Hassemeier vier Goldmedaillen und einmal Silber, damit war er der erfolgreichste Athlet aller Nationen bei diesem Wettkampf.

Nun, zum 40-jährigen Bestehen des internationalen Kräftemessens für Sportler aus nicht-olympischen Disziplinen, wird dem mittlerweile 30-Jährigen nachträglich eine große Ehre zuteil: Hassemeier steht zur Wahl zum größten Athleten der World Games aller Zeiten. „Das ist für mich kaum greifbar“, so Hassemeier am Freitag im Gespräch mit der „Glocke“.

„Eine riesige Ehre“

„Eine riesige Ehre und Bestätigung für die Leistungen, die ich damals erbracht habe“, fügt er noch hinzu. Von Beach-Handball und Sport-Klettern über Squash und Wakeboarden bis hin eben zum Rettungsschwimmen: 24 Sportler aus diversen Nationen und Disziplinen stehen seit Freitag online zur Wahl, die in zwei Teile gesplittet ist.

Die erste Phase des Votums läuft noch bis zum 20. Januar, die zehn Sportler mit den meisten Stimmen schaffen den Sprung in die zweite und entscheidende Runde, die bis zum 2. Februar läuft. „Man kann einmal am Tag abstimmen, es kommt also auf die Community an“, erklärt Hassemeier – verbunden mit der klaren Botschaft an alle Verwandten und Freunde.

Größte Erfolge unter erschwerten Bedingungen

„Möglich ist es natürlich. Aber es ist schon Wahnsinn, dass ich als einziger Einzeltathlet Deutschlands zur Wahl stehe“, sagt Hassemeier, der in Kamen lebt und beim Jugendamt Dortmund arbeitet. 2014 hat der Schwimmer, dessen Laufbahn bei der DLRG Ennigerloh begann, seine Karriere verletzungsbedingt beendet.

Bereits 2012 hatte er sich das Handgelenk „zertrümmert“, wie Hassemeier es selbst formuliert. „Ich habe zwei Jahre unter Schmerzen trainiert“, blickt er zurück. Dennoch feierte er bei den World Games 2013 und der WM in Frankreich 2014 seine größten Erfolge. Die absolute Krönung könnte nun, sieben Jahre später, aber noch folgen.

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