Heißes Finale im Kampf um den Klassenerhalt
Bild: Steinecke
Drei Punkte für den Klassenerhalt benötigen Paula Reimann und der FSV Gütersloh am Sonntag im Heimspiel gegen das Zweitliga-Schlusslicht SGS Essen.
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 „Es gibt eine gewisse Anspannung“, sagt Güterslohs Trainer Steffen Enge vor der Begegnung. Nicht ohne Grund, denn das Hinspiel gegen den Tabellenletzten setzten die FSV-Frauen in den Sand. Die Niederlage sei jedoch wieder aus den Köpfen der Spielerinnen raus.

Mittlerweile habe sich seine Mannschaft gut weiterentwickelt. Die Hinrundenniederlage sei hilfreich gewesen, auch wenn die Punkte in der jetzigen Situation fehlen würden. Enge weiter: „Es muss ein Sieg her. Irgendeiner unserer Konkurrenten wird am Sonntag punkten. Wenn wir dann nicht gewinnen, sind wir auf die Ergebnisse der anderen angewiesen.“

Auch wenn der FSV-Trainer von einem Sieg ausgeht („Wir hauen Essen weg“), weiß er: „Essen ist keine Schießbude. Das wird ein heißes Finale. Und wir dürfen uns nicht auf die zurückliegenden Spiele verlassen.“ Heißt: Ein Selbstläufer wird die Partie auf keinen Fall und die Dalkestädterinnen müssen ihren Gegner ordentlich bespielen. Aus Enges Sicht muss besonders die Offensive mehr bringen. „Wir müssen uns mehr Chancen herausspielen, vor dem Tor resoluter agieren und den Treffer auch mal erzwingen wollen.“

Auf der anderen Seite warnt er davor, mit wehenden Fahnen nach vorne zu stürmen – und dann in einen Konter zu laufen. Wie weit die Kaderplanung für die kommende Saison vorangeschritten ist, wollte Enge noch nicht verraten. Nur soviel, dass – außer den bereits bekannten zwei Neuverpflichtungen – immer mal wieder eine Spielerin zum Probetraining vorbeischaue. So könnten sich beide Seiten ein Bild machen, ob es passe. „Aber erst einmal steht der Klassenerhalt im Vordergrund“, sagt der Trainer. Die potenziellen Neuzugänge wollten eben wissen, in welcher Liga es weiterginge.

Auch zu seinem weiteren Engagement als Trainer hält sich Enge noch bedeckt. „Wenn wir das Ding im Sack haben, setzen wir uns zusammen.“ Das Gespräch zwischen ihm und dem Verein könne dann Ende Mai stattfinden. Grundsätzlich kann er es sich aber wohl vorstellen: „Es gibt nichts, was mich an der Aufgabe stört.“

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