Herne entreißt Ahlen die fette Beute
 Bild: Stiemke
Zu früh gefreut: Arda Nebi (l.), stärkster Ahlener am Sonntag, bejubelt hier sein 2:0 in Herne. Es kam aber noch anders als gedacht.
 Bild: Stiemke

Allen Beteiligten war bis zur 88. Minute klar, dass RW Ahlen bei der Westfalia Herne den ersten Oberliga-Sieg einfahren würde. Dominant, die klaren Chancen, die deutlich bessere Spielanlage und natürlich eine verdiente 2:0-Führung – was kann bei so einer rotweißen Vorstellung noch schief gehen?

Zuerst Niemeier, der einen Freistoß von Arda Nebi vollendete (18.), dann Nebi selbst, der überragende Mann des Spiels.  Der neue Stürmer auf der rechten Seite verwandelte einen Freistoß aus 25 Metern traumwandlerisch sicher zum 2:0 (54.). Eine überfällige Führung für die Gäste. Natürlich war es verdächtig, dass RW Ahlen bis dahin auch noch Möglichkeiten für vier, fünf weitere Treffer verschwendet hatte. Meinigmann und Sturmspitze Schneider – von Birdir bedient – hatten noch die klarsten, bei denen sie freistehend das Netz mit dem Herner Tormann verwechselten. Schließlich kamen auch noch Khmiri, selbst ehemals in Herne aktiv, und der ganz frische Fatmir Ferati ins Spiel.

Zwei Minuten vor dem Ende war Torwart Hinkerohe, der bislang vielleicht dreimal überhaupt Ballkontakt hatte, machtlos, als Planhof einen Lattenkracher zum 1:2 abstaubte. Was noch als Arbeitsunfall hätte durchgehen können. Aber schon 60 Sekunden später wurde es im nächsten Angriff schon zur Katastrophe, als Hernes Tekin über rechts ins lange Eck trifft. Herne konnte es selbst nicht fassen. Einen Punkt geschenkt! Ein Witz, über den kein Ahlener lachen kann.

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