Hesse haucht FC Gütersloh neues Leben ein
Bild: Dünhölter
Die Freude muss heraus: Mit seinen beiden ersten Saisontreffern brachte Nick Flock den FC Gütersloh bis zum Pausenpfiff wieder ins Spiel zurück gegen die TSG Sprockhövel.
Bild: Dünhölter

Mit 0:2 Toren zurückgelegen, mit 4:2 geführt, in der 90. Minute das 4:5 kassiert – und in der zweiten Minute der Nachspielzeit dank des Kopfballtreffers von Serdar Erdogmus zum 5:5-Endstand doch noch einen Punkt gerettet. Der Heidewald stand Kopf.

 Im Vergleich zum ersten Spiel unter Neu-Trainer Julian Hesse vor vier Tagen gegen den 1. FC Gievenbeck rückte für den verletzten Nico Bartling Marcel Rump vom Flügel ins Sturmzentrum. Dafür übernahm Erik Yahkem die rechte Außenbahn. Da Innenverteidiger Lars Beuckmann wegen seiner fünften Gelben Karte pausieren musste, spielte David Schwesig in der Vierer-Abwehrkette. Und entpuppte sich mehr als einmal als Schwachpunkt. Mindestens einer der beiden Gegentreffer des ersten Durchgangs ging auf seine Kappe.

Die nicht als auswärtsstark bekannten Sprockhöveler gingen durch Tim Oberdorf (11.) und Felix Casalina (23.) mit 2:0 in Führung. Doch es zeichnet den FC Gütersloh seit einigen Wochen aus, dass er sich in solchen Situationen keineswegs aufgibt. Ausgerechnet der bislang erfolglose Nick Flock hielt den Tabellenletzten mit seinen beiden Treffern (24., 45.+2) zur Pause im Spiel.

Nicht einmal eine Stunde war vorüber, als der FCG plötzlich wie der Sieger aussah, denn David Schwesig per Kopf (49.) und Tim Manstein per Elfmeter (55.) erhöhten auf 4:2. Doch einen fatalen Aygün-Rückpass (Hesse: „Ich mache Sinan keinen Vorwurf“) verwerteten die Gäste zum Anschlusstreffer (64.), gingen sogar durch den Doppelschlag von Claus mit 5:4 in Führung (84., 90.).

Einen Thomas-Schuss kratzte die TSG von der Linie, dann schoss Vadim Thomas aus zwölf Metern in die Wolken. Doch da war ja noch Serdar Erdogmus, der eine Manstein-Ecke zum umjubelten und völlig verdienten 5:5 einköpfte.

„Die Mannschaft zeigt einen ganz anderen Spirit. Ich muss ihr ein Riesenkompliment machen. Wir kämpfen uns da unten raus“, versprach FCG-Trainer Julian Hesse. Mittwochabend mochte man es ihm glauben.

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