„Hier ist richtig Leben in der Bude!“
„Mr. Standard“: René Lindner (unten) ist der Mann für Kopfballtore nach Ecken. Hier freuen sich Enes Güney (l.) und Justin Perschmann mit, wobei Letzterer am Sonntag seine Gelbsperre absitzen muss.  

 Denn in der Spalte rechts daneben wird die ganze Wahrheit offenbar: zwei pipikleine Pünktlein Abstand nur. Also doch ein Verfolger-Duell zwischen Rang sechs und 13. Die Tabelle lügt natürlich nie und kann echt fies sein.

Gut, der Gast am Sonntag empfiehlt sich mit dem letzten 0:1 gegen Gütersloh eher nicht. Hätte Erndtebrück aber gewonnen, wären die Vorzeichen bei der Rudelbildung im Liga-Mittelfeld im Wersestadion genau umgekehrt. Zweistellig? Selten so gelacht! Gute Laune haben sie aber tatsächlich in Ahlen.

„Die Entwicklungen der Spielideen, wie die Spieler die nächste Qualitätsstufe nehmen, das beeindruckt mich schon“, hat Britscho vom letzten 2:2 in Sprockhövel mitgenommen. Und das, obwohl die Rotweißen dort eigentlich hätten gewinnen müssen. „Mal macht man ein Tor aus zwölf Chancen, mal drei aus vier. Hauptsache, die Möglichkeiten sind da“, ist der Trainer vorerst zufrieden, muss aber gegen Erndtebrück wieder in den Bastelkeller zurück.

Dadurch, dass Onucka immer noch fehlt und Perschmann mit Gelb Nummer fünf ausfällt, aber gleichzeitig Mützel und Yilmaz wieder mitspielen wollen, wird der Kader neu zusammengeschraubt. „Eigentlich verändere ich ungern was, das funktioniert“, seufzt Britscho und schiebt jetzt bis Sonntag die Pöstchen hin und her.

Witt von der Sechs zum Rechtsverteidiger? Oder doch Güney? Was tun mit Schmitz, wenn Yilmaz die Zehn zurückhaben will? Ach, und Mützel will ja auch noch ran. Man mag nicht tauschen.

 „Irgendwo muss ich auf jeden Fall was zerreißen“, macht sich Britscho an die Arbeit. Aber das mit Lust und Freude, denn: „In den Köpfen der Spieler passiert gerade richtig viel. Hier ist richtig Leben in der Bude“, ist der Trainer glücklich. Und es kommt auch was zurück: Die „Fans on tour“ spendieren der Mannschaft zu Auswärtsspielen nun ein gesundes Müsli-Buffet, damit auf der Rückfahrt der Magen nicht so knurrt. Reicht ja voll und ganz, wenn das der Trainer tut.

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