Im Handball-Derby zum Siegen verdammt
An die Schmerzgrenze muss Vincent Kaser (m.) vom TV Beckum gegen Jan-Henrik Helmig (l.) und Christoph Helmig vom TV Ennigerloh sicherlich wieder gehen.

Wenn die beiden Nachbarn ab 20 Uhr in der Olympiahalle gegeneinander antreten, dann treffen auch zwei Teams aufeinander, die im Abstiegskampf dringend jeden Punkt brauchen. Mit nur sechs Zählern rangieren die Gastgeber derzeit auf dem zweitletzten Tabellenplatz. Lediglich drei Punkte mehr konnte der TV Beckum bisher sammeln und steht damit zwei Plätze vor dem TVE.

Für Ennigerlohs Trainer Martin Wellnitz steht deshalb fest: „Wenn wir die Klasse halten wollen, dann müssen wir unser Heimspiel gegen Beckum gewinnen.“ Eine klare Ansage. Zwar hat der TVE in diesem Jahr erst eine Partie für sich entschieden, doch die beiden letzten Spiele in Wickede (21:22) und in Brambauer (23:29) haben bei Wellnitz trotz der Niederlagen Optimismus geweckt. „Da haben wir lange mitgehalten und standen kurz vor einem Erfolg“, sagt er. Und schließlich hat seine Mannschaft das Hinspiel in Beckum gewonnen. „Auch da war der TVB Favorit und wir haben es trotzdem geschafft“, erinnert er sich gerne an den 31:27-Sieg in der Jahnhalle.

Als Favoriten sieht TVB-Trainer Axel Taudien sein Team in Ennigerloh keineswegs. Wie schon fast in der gesamten Saison kämpft er mit Personalproblemen. Zu den langzeitverletzten Stammspielern Johannes Stake und Timo Droll hat sich nun auch noch Janik Heickmann gesellt. Er hat sich einen Muskelbündelriss zugezogen und wird bis zum Ende der Saison ausfallen. Außerdem fehlte im Training in dieser Woche Matthias Litwin wegen einer Erkrankung. „Aber solche Probleme sind wir ja mittlerweile gewohnt“, sagt Taudien. Derzeit bleibe seiner Mannschaft nichts anderes übrig, als das Beste aus

 der Situation zu machen und sich darauf zu freuen, in der nächsten Saison mit frischem Mut anzugreifen, meint der Trainer. Doch das heißt nicht, dass der TVB in Ennigerloh nicht auf Sieg spielen will. „Gegen Massen haben wir zuletzt eine gute Halbzeit gespielt. Wenn wir diese Leistung über die gesamte Spielzeit bringen, können wir auch in der Olympiahalle gewinnen“, ist Taudien überzeugt von seiner Mannschaft.

SOCIAL BOOKMARKS