„In Insolvenz ist Aufstieg unmöglich“
Abwarten und Tee trinken? Bei Dirk Neuhaus stirbt die Hoffnung als letztes.

In der Insolvenz, die nächsten Monat schon drei Jahre andauert, ist der Fußball-Oberligist gegenüber Zahlungsaufforderungen hilfloser als je zuvor. Die Miete, die die Stadt Ahlen jetzt zusätzlich für die untere Etage des Clubheimes am Wersestadion verlangt, ist für den Verein nicht zu stemmen, weshalb man sich jetzt, getrennt durch eine von zwei Sponsoren finanzierte Trennwand, den ehemaligen Fan-Shop teilen muss. Hier fristen jetzt also Marketing und Buchhaltung sowie die Geschäftsführer Gero Stroemer und Gerald Stoffers ihr Dasein.

„Wir hatten die Stadt gebeten während der Insolvenz auf Mieteinnahmen zu verzichten, das hat leider nicht geklappt“, sagt der RWA-Vorsitzende Dirk Neuhaus, der aber die Hoffnung nicht aufgibt. „Es gibt noch Gespräche.“ Deshalb wirkt der Fußball-Präsident noch gelassen, man will sich ja keine angelehnten Türen zustoßen. „Andere Vereine nutzen ja auch keine städtischen Einrichtungen“, sagt er und erinnert daran, dass RW Ahlen immerhin keine Miete für Stadion und Umkleiden zahlt – gewerbliche Räume wie den VIP-Raum natürlich ausgeschlossen.

In Sachen „Hoffnung“ ist Neuhaus schließlich Profi. Es gibt nämlich immer noch keine Anzeichen, dass die Insolvenz schnell beendet sein wird. Nächste Woche, so scheint es, finden erneute Gespräche zwischen Insolvenzverwalter und Finanzamt statt. Ob das ein gutes Zeichen ist?

Keiner weiß es. Fest steht: „In der Insolvenz ist ein Aufstieg nicht möglich!“, wie es Neuhaus kategorisch ankündigt. Gerade hat ein Sponsor seinen Vertrag aufgekündigt, weil ihm der Weg aus der Pleite zu lange dauerte. „Es wird immer schwerer“, seufzt Neuhaus. Kein Geld, keine Regionalliga. Und die Zeit läuft. Immerhin: Schränke und Schreibtische in den möblierten Zimmern hat die Stadt gestellt. Man gönnt sich ja sonst nichts.

Die neuen Telefonnummern:  Geschäftsstelle: 02382/766 539 6; Jugendabteilung  02382/768 2426;   Fax: 02382/768 242 7

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