Ivancicevic: Rasiert werden nur Gegner
Bild: Wegener
ES läuft bestens:  Ahlens Damir Ivancicevic (l.) führt die Oberliga-Tojägerliste an.  
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Sein Schlenzer von der Strafraumecke in den Gütersloher Knick war das dritte und schönste Tor des Ahlener 3:1-Sieges. „Glück gehört dazu. Das muss man sich aber erarbeiten“, sagt der 24-Jährige, der gegen den FCG auch zum 1:0 traf.

Er muss es wissen, denn mit jetzt zehn Toren ist Ivancicevic der führende Oberliga-Knipser. „Ich bin nur froh. Auch, dass wir als Team so super funktionieren. Wenn ich nicht treffe, dann treffen eben die anderen“, surft der Offensive glücklich die Erfolgswelle. „Ich hatte auch weniger rosige Zeiten“, erinnert er sich an den Heimatverein RW Essen, wo ihn zwei Kreuzbandrisse zurückgeworfen hatten und er sich bei der Reserve in der Oberliga zurückkämpfen musste.

RW Ahlen – da hat der Vielumworbene gut gewählt, denn der Siegeszug der Antwerpen-Truppe spült auch Ivancicevic ins pralle Leben. Mit Freundin lebt er in Herne und hat ein BWL-Studium in Bochum angefangen. Für die Zeit nach dem Torjäger-Dasein. „Da bin ich realistisch, Millionen werde ich im Fußball nicht mehr verdienen“, sagt er und grinst sich eins:. „Na ja, vielleicht kommen in Ahlen noch die Männer mit den Koffern ... Nee, Quatsch.“

Ohne viel Geld spielt es sich bei Rotweiß auch gut. „Die Fans kommen jetzt in Scharen. Hoffentlich geht es noch lange so weiter“, sagt er und lobt seine Nebenmänner. „Die sind alle übertrieben heiß aufs Spielen. 29 Tore können auch nicht allein nur mit Glück geschossen werden.“

Der Bart ist also noch lange nicht ab in Ahlen, schon gar nicht beim überzeugten Gesichtshaarträger Ivancicevic. Kommt die Vollrasur wohl nach der ersten Niederlage? „Das haben mich einige Fans auch schon gefragt“, lacht er. „Nee, das entscheidet mein Friseur.“

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