JSG lässt sich vom Start nicht blenden
Foto: Wegener
Durchaus noch Verbesserungsansätze hat Perparim Memaj, Trainer der JSG Wadersloh-Liesborn-Diestedde beim 2:1-Sieg seines Teams im Heimspiel gegen Mengede gesehen.
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„Nein“, sagt Perparim Memaj und muss lachen, „wir haben jetzt erstmal sechs Punkte mehr als die anderen Teams von unten.“ Der Trainer der Spielgemeinschaft aus Wadersloh, Liesborn und Diestedde lässt sich weder von den sechs Punkten aus den ersten zwei Partien noch vom Sprung an die Tabellenspitze blenden: „Es ist natürlich schön, Erster zu sein. Aber das ist nur eine Momentaufnahme.“ Vor dem Start war der Klassenerhalt das offizielle Ziel, dabei bleibt es zunächst. Aber der Auftakt kann sich eben sehen lassen. Und dass im ersten Heimspiel die nächsten Punkte eingefahren wurden, war keine Selbstverständlichkeit.

Unebenheit macht die Sache spannend

Die JSG musste am Sonntag vom favorisierten Kunstrasen auf das Naturgeläuf ausweichen – und tat sich damit erst schwer. „Uns sind viele Stockfehler unterlaufen“, ist Memaj aufgefallen. Auch der Anschlusstreffer nach 60 Minuten hatte etwas mit dem Boden zu tun: Nach einem Rückpass aus etwa 30 Metern hoppelte der Ball über eine kleine Unebenheit, sodass Torwart Tim Essel über das Spielgerät trat. Nutznießer war Mengedes Angreifer Radhwan Shani Baqi, der jetzt freie Bahn hatte und zum 1:2 einschob. Sollten die zuvor so souveränen Jungs aus Wadersloh, Liesborn und Diestedde jetzt noch einmal ins Wackeln geraten? Nein, nicht wirklich!

„Chancenverwertung war miserabel“

Nur in der Schlussphase führten zwei, drei Standards noch zu leichter Nervosität bei der JSG. „Zu dem Zeitpunkt hätten wir aber auch schon 4:1 oder 5:1 führen müssen“, brachte es Trainer Memaj auf den Punkt. Denn nach den beiden Treffern von Torjäger Timo Luhmann in der 14. und 41. Minute – darunter eine direkt verwandelte Ecke – ließen die Gastgeber noch einige dicke Möglichkeiten liegen, womit die Partie offen blieb. „Die Chancenverwertung war miserabel“, kritisierte Perparim Memaj, „da haben wir auf jeden Fall noch Steigerungspotenzial.“ Wobei es ja auch seltsam wäre, wenn es nach zwei Partien nicht noch Luft nach oben gäbe.

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