Jakubowski ist zuversichtlich bei Sport im Freien
Zuversichtlich: Dariusz Jakubowski, SSV-Geschäftsführer, sieht die Gütersloher Sportvereine auch in der Krise gefestigt und erwartet baldige Lockerungen für den Tennis- oder Golfsport.

 „Das wird es wieder geben. Ich gehe davon aus, dass der Empfehlung der Sportminister in vielen Punkten gefolgt wird“, macht Jakubowski Tennis- oder Golfspielerinnen und -spielern Hoffnung. „Und warum sollten beispielsweise nicht auch Kinder draußen mit dem Fußballtraining starten, wenn dabei der Abstand gewahrt und einfache Masken getragen werden?“, ergänzt der seit dem Rücktritt von Gabi Neumann im Dezember auch kommissarische SSV-Vorsitzende.

 „Es wäre kein gutes Signal, wenn die Idole in der Bundesliga wieder spielen dürfen, ihnen die Kinder aber nicht unter Einhaltung der gebotenen Maßnahmen nacheifern könnten“, sagt der Tischtennissportler. „Entscheidend ist, dass die von den jeweiligen Verbänden herausgegebenen Handlungsempfehlungen genau eingehalten werden. Aber was genau am Mittwoch beschlossen wird, kann man im Vorfeld nicht vorhersagen.“

Bislang hat Dariusz Jakubowski den Eindruck, dass die 81 dem SSV angeschlossenen Vereine mit ihren 24 500 Mitgliedern die durch die Corona-Pandemie erforderlich gewordenen gravierenden Einschränkungen gut verkraftet haben. „Mir ist nicht bekannt, dass die Vereine im Stadtgebiet in einer derart großen finanziellen Notsituation sind, dass sie die Soforthilfe Sport des LSB in Anspruch genommen hätten“, verweist der Gütersloher auf die oft zu Jahresbeginn eingezogenen Mitgliedsbeiträge und aktuell weniger Ausgaben.

 „Aber wir haben auch viele Anrufe bekommen, beispielsweise von Trainern oder Übungsleitern, die als Mini-Jobber tätig sind und nun eben keine Entlohnung bekommen.“ Hilfestellung habe der Dachverband der Gütersloher Sportvereine auch bei der Planung und Umsetzung von digitalen Vorstandssitzungen gegeben. „Man kann sagen, dass die Digitalisierung mittlerweile in den Vereinen angekommen ist“, berichtet Jakubowski von vielen positiven Rückmeldungen nach Videokonferenzen.

 In einem Newsletter vom 28. April hat der Stadtsportverband seine Vereine über diese Themen unterrichtet und weiterführende Links geliefert.

Informiert wird darin auch über die Rückmeldung zum Förderprogramm „Moderne Sportstätte 2022“. Von den elf eingereichten Förderanträgen („Die Glocke“ berichtete) sind zehn geprüft worden. Acht haben bereits einen positiven Bescheid erhalten. Das sind der FC Gütersloh, TC 71 Gütersloh, Gütersloher Schützengesellschaft, TTC Gütersloh, Post SV Gütersloh, die Schützenvereine Kattenstroth und Niehorst sowie der Tauchsportclub Gütersloh.

Die Staatskanzlei in Düsseldorf ist sicherlich mit der Qualität der eingereichten Förderanträge durch die Gütersloher Sportvereine und der Begleitung des Stadtsportverbandes sehr zufrieden“, heißt es im Newsletter. „Es ist sehr positiv, dass zu einem so frühen Zeitpunkt die Mehrheit der Vereine mit Maßnahmen in den nächsten Tagen und Wochen beginnen können“, so Jakubowski.

Und auch bei den nachbearbeiteten Anträgen der Tennisabteilung der SVA Gütersloh und des Gütersloher TV rechnet der SSV-Geschäftsführer schon sehr bald mit positiven Bescheiden. Noch nicht einreichen konnte seinen Antrag der Gütersloher TC Rot-Weiß, weil der Vertrag zum Kauf der Haver-Tennishalle noch nicht zu 100 Prozent perfekt ist. Neu beim SSV eingegangen ist ein Antrag des Flugvereins Gütersloh, der Eigentum am Flugplatz Oerlinghausen besitzt.

Die im März wegen der Corona-Maßnahmen abgesagte Jahreshauptversammlung des SSV soll im September nachgeholt werden.

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