Juristisches Tauziehen um Rogowski
Mattes Rogowski sitzt zwischen allen Stühlen. Welcher Vertrag ist nun gültig?

 Hier ist Spielertrainer Sascha Bertow, der den 25-Jährigen neben Sebastian Paul und Bertow selbst für die Rückraummitte eingeplant hat, also den Posten des klassischen Handball-Regisseurs geben will. Dort aber sind noch mannshohe juristische Hürden zu überwinden, an denen auch der sprunggewaltigste Rückraum-Werfer scheitern könnte.

Der Knackpunkt: Rogowski hat letzte Saison einen Zwei-Jahres-Vertrag mit dem ASV Hamm unterschrieben und glaubt, der sei immer noch gültig. Will also noch bezahlt werden, auch wenn er bereits zu Beginn der Saison zu den ASV-Youngstern gewechselt ist. Dieser vermeintlich gültige Vertrag verhindere auch – so meint Rogowski – den jetzigen Wechsel zur Ahlener SG. Das sieht ASV-Geschäftsführer Franz Dressel ganz anders. Für ihn war der Lizenzgeber der Youngsters nun mal eben die „frühere“ ASG, was auch bedeutet, dass der gelernte Linksaußen sowieso schon in Diensten der Rotweißen gestanden habe.

Zudem habe Rogowski seinerzeit eine Vertragsaufhebungsanzeige unterschrieben. „Damit ist der Vertrag mit uns ungültig“, so legt es Dressel aus. Gut wär’s für die ASG, da der Student dann spielberechtigt wäre. Schlecht aber für Rogowski, weil er dann für ein komplettes Jahr kein Gehalt bekäme. Ein Fall für die Anwälte.

 „Ich gehe immer noch davon aus, dass er bei uns spielen wird“, hofft Sascha Bertow und interpretiert: „Mattes hat sich an den Vertrag gehalten; wenn ihn die ASV nach Hause schickt, ist das deren Vertragsbruch.“ Den Platz in der Rückraummitte will er ihm jedenfalls weiter warm halten.

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