Kampf und Wille sichern ersten Heimsieg
Eine starke Leistung beim 26:24-Sieg der HSG Gütersloh zeigte Max Kollenberg.

Das Duell zweier stark ersatzgeschwächter Mannschaften gewannen die Gütersloher vor bestimmt 150 Zuschauern in der Innenstadtsporthalle,  weil sie erneut ihre wieder entdeckten Tugenden „Kampf bis zum Umfallen“ und „jeder ackert für den anderen“ zum Tragen brachten.

 Als die Partie in den letzten zehn Minuten hektisch wurde und hätte kippen können, pfiffen beide Teams personell aus dem letzten Loch. Bei der HSG konnten sowohl Marian Stockmann (Pferdekuss) als auch Mirko Torbrügge (Rücken) nicht eingesetzt werden. In der 53. Minute bekam Christian Bauer einen Wadenkrampf, zwei Minuten auch der bärenstarke Max Kollenberg. Als Auswechselalternativen standen quasi nur Außenspieler zur Verfügung. Bei den Gästen mus

ste Spielertrainer Sven-Eric Husemann aber der 12. Minute als Mittelmann ran und machte das mit viel Übersicht, bevor auch ihm die Kräfte schwanden. Mit starken Paraden, vor allem bei frei vor ihm auftauchenden Jöllenbeckern, war der nach Wiederanpfiff gekommene Eugen Rogalski im HSG-Tor ein echter Rückhalt. In den wichtigen Phasen legten die von Beginn an führenden Gastgeber immer wieder einen Treffer vor, sodass die TuS-Reserve höchstens auf zwei Tore herankam. In Unterzahl spielten die Gütersloher hochkonzentriert, ein handballerischer Leckerbissen war die Partie aufgrund vieler Ballverluste auf beiden Seiten nicht.

Das störte HSG-Trainer Philipp Christ wenig: „Wichtig waren nur die Punkte. Ich hatte ja kaum noch Leute. Sehr stark waren Max Kollenberg und Eugen Rogalski im Tor.“

HSG Gütersloh:  Kleeschulte/Rogalski - Schröder, Kuster (2), Schicht (4), Bauer (2), Diekmann (2), Kollenberg (5), Torbrügge (n.e.), Hark (2), Feldmann (9/3)

Die Verlerinnen taten sich in eigener Halle schon in der ersten Halbzeit  schwer und konnten sich erst in der Schlussphase auf vier Tore absetzen (14:10). Die Premiere von Lisa-Marie Oevermann begann nach 22 Minuten – und ihren ersten Treffer im TVV-Dress erzielte die mit Abstand längste Spielerin auf dem Parkett kurz nach ihrer Einwechslung zum 12:9. „Man sieht, dass sie Handball spielen kann. Wenn Lisa hochgeht, kommt keine Gegenspielerin an sie heran“, war Trainer Kim Sörensen zufrieden.

Doch auch sie konnte nicht verhindern, dass ihre jungen Mitstreiterinnen nach dem Wechsel plötzlich den Faden verloren und zu viele Chancen vergaben. Sörensen reagierte, indem er drei erfahrene Spielerinnen der zweiten Mannschaft nachträglich auf den Spielberichtsbogen eintragen ließ: Torfrau Karina Wimmelbücker, Ulla Zelle und Caro Tegeler kamen  in der Oberliga zum Einsatz und halfen mit, den dritten Saisonsieg einzufahren. Den machten die Gastgeberinnen erst in der Schlussphase perfekt, als sie von 24:23 auf 26:23 davonzogen.

 TV Verl: Esken, Wimmelbücker - Jörgensen (6), Bauer (3), Wernecke (2/1), Lippmann, Hildebrandt (1), Neumann (2), Russkamp, Zimmermann (4), Hayn (2), Oevermann (3), Tegeler (1), Zelle (2).

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