Kein Oberligist verteidigt besser als der FC Gütersloh
Gut gemacht, FC Gütersloh: Seit dem Stopp der Saison im Oktober grüßt der FCG mit (v.l .) Sinan Aygün, Ilias Illig, Samy Benmbarek, Tim Manstein, Berkay Yilmaz und  Dimitrios Nemtsis  als Tabellenführer.

 Im Oktober stoppte das Virus den Spielbetrieb und damit den Höhenflug des FC Gütersloh. Der war fulminant in die Saison gestartet, leistete sich in den ersten neun Spielen nicht eine Niederlage und belegt Rang eins. Das Tabellenbild ist allerdings völlig verzerrt. Gütersloh hat auf den Zweiten Holzwickede einen Vorsprung von sieben Punkten, aber der HSC ist gegenüber dem FCG mit drei Spielen im Rückstand und konnte die ersten sechs Partien alle gewinnen. Aufgrund der weiter andauernden Unterbrechung überwinterte die Hesse-Elf als Tabellenführer.

Doch gerade die lange Spielpause und das noch nicht abzusehende Ende bereitet Kopfzerbrechen. 42 Spieltage stehen offiziell an. Dass diese alle noch durchgeführt werden, glaubt kaum noch jemand. Das Ziel dürfte der Abschluss der Hinrunde sein, damit die Saison auch gewertet wird. Doch auch bis dahin müsste der FC noch zwölf Spiele absolvieren.

Doch warum steht Gütersloh ganz oben in der Tabelle? Der Spielplan meinte es ganz gut mit den heimischen Kickern. Keiner der ersten neun Gegner belegt aktuell einen Platz unter den ersten acht Mannschaften. Die „dicken Kracher“ gegen Teams wie Holzwickede, Rhynern, Sprockhövel und Kaan-Marienborn stehen noch auf dem Programm.

 Allerdings hat gerade die Defensive bislang hervorragende Arbeit geleistet. Nur jedes dritte Spiel kassierte sie im Schnitt ein Gegentor. Kein anderer Oberligist verteidigt besser. Bei der Chancenverwertung besteht beim Tabellenführer allerdings noch Luft nach oben. Die Torquote von 1,78 bedeutet ligaweit nur Rang zehn. Für einen Aufstiegsanwärter eher etwas zu wenig.

Dass trotzdem die Punkte gesammelt werden, liegt an sechs Zu-Null-Spielen. Holzwickede, Meinerzhagen und Siegen schafften nur die Hälfte. In keinem Spiel blieb Gütersloh ohne eigenen Treffer. Bei Abwehrbeton reicht halt schon ein Tor zum Sieg. In sieben der neun Partien ging ^das Team von Trainer Julian Hesse mit 1:0 in Führung. Alle diese Begegnungen wurden am Ende auch gewonnen. In acht der neun Spiele lief der FCG keinem Pausenrückstand hinterher. Auch das ist Ligarekord. Die 16 Tore verteilen sich auf sieben Spieler, einmal profitierte Gütersloh von einem Eigentor. Größer ist die Bandbreite nur in Holzwicke (9).

Bei Einwechslungen hatte Trainer Hesse allerdings noch kein glückliches Händchen. Keiner der eingewechselten Spieler konnte bislang ein Tor erzielen.

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