Keine Rücksicht auf große Namen
Bild: Bremehr
Mit Sturm und Drang: Nach guter Leistung bei seiner Startelf-Premiere gegen Herkenrath ist Wiedenbrücks Eigengewächs Marco Pollmann (l.) auch gegen Essen eine ernsthafte Option.
Bild: Bremehr

Die Situation beim Fußball-Regionalligisten SC Wiedenbrück ist zwar noch weit entfernt von Lockerheit und purer Harmonie, hat sich aber doch merklich entspannt. Und das nach dem furiosen 6:1 beim TV Herkenrath nicht nur sportlich, sondern auch personell. Vor dem Heimspiel am Samstag (14 Uhr) freut sich SCW-Trainer Björn Mehnert über einen größeren Konkurrenzkampf im Training und mehr Optionen.

„Das ist leistungsfördernd“

Björn Mehnert hat sich mal die Mühe gemacht und die ersten 15 Spieltage genauer angesehen. „Es war bisher immer der Fall, dass ich gezwungen war, Wechsel in der Startelf vorzunehmen. Es ist das erste Mal, dass ich die Möglichkeit habe, die gleiche Mannschaft aufzubieten“, sagt Wiedenbrücks Trainer. Und nennt damit zwei wesentliche Gründe für das bisher enttäuschende Abschneiden seines Teams: das arge Verletzungspech sowie die damit einhergehende fehlende Möglichkeit, dass sich die Mannschaft des SCW richtig finden konnte. In den vergangenen Tagen hat sich nun zur Abwechslung mal kein Akteur verletzt, stattdessen sind vier zuvor angeschlagene Spieler eine Trainingswoche weiter: Oliver Zech, David Loheider, Patrick Schikowski und Daniel Schaal. „Wir haben wieder Alternativen, wodurch sich auch der Konkurrenzkampf im Team vergrößert. Das ist natürlich leistungsfördernd“, sagt Mehnert.

SC Verl will Abstand ausbauen

Mehr als achtbar geschlagen hat sich Fußball-Regionalligist in seinen beiden letzten Spielen gegen die Spitzenteams von Borussia Dortmund II und Viktoria Köln. Leichter wird es für die Mannschaft von Trainer Guerino Capretti am Samstag nicht, denn im Gastspiel bei der SG Wattenscheid ist der Erfolgsdruck für die Ostwestfalen ungleich größer. „Der Blick auf die Tabelle ist alles andere als beruhigend“, verweist Capretti auf die knappen Punkteabstände. So rangiert Wattenscheid zwei Zähler und einen Platz hinter Verl. Beide Teams verfügen über keinen beruhigenden Vorsprung auf die Abstiegszone. Den Abstand möchte der Sportclub heute unbedingt ausbauen.

Rückkehr von Brüseke deutet sich an

Beim Blick aufs Personal deuten sich wieder einmal Veränderungen in Verls Startformation an. „Robin Brüseke hat signalisiert, wieder fit zu sein“, rechnet Guerino Capretti damit, seine etatmäßige Nummer eins wieder zwischen die Pfosten stellen zu können. Zudem kehrt Segej Schmik nach seiner Gelbsperre in die Vierer-Abwehrkette zurück. Ob dort ein Platz für Marko Stojanovic frei ist, der gegen Viktoria Köln privat verhindert war, ließ Capretti gestern offen. Verzichten muss Verls Übungsleiter auf seinen zuletzt stark aufspielenden Flügelflitzer Patrick Kurzen, der gegen die Viktoria seine fünfte Gelbe Karte sah. Eine Chance somit für den zuletzt so oft angeschlagenen Nico Hecker, in der altehrwürdigen Lohrheide seine Schnelligkeit in die Waagschale zu werfen, „bis er sich ausgepowert hat“.

Weitere Hintergründe zu den Partien des SC Wiedenbrück und SC Verl am 16. Spieltag der Regionalliga West lesen Sie am Samstag, 3. November, in der „Glocke“.

SOCIAL BOOKMARKS