Keine SC-Geschenke für den RW-Schreck
Bild: Rollié
Für den verhinderten Jo Laumann könnte heute im Kreispokal-Halbfinale bei Vorwärts Ahlen Joachim Mrowiec (l.) in die Angriffsmitte des SC Roland rücken.  
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 „RW Ahlen und Roland haben 1:1 gespielt, wir haben Rot-Weiß geschlagen: also sind wir klarer Favorit“, ulkt Vorwärts-Trainer Ralf Pottgüter und lacht laut. Kurz darauf wird der Verantwortliche ernst: „Klar, Roland ist gewarnt und wird uns nicht so unterschätzen wie Rot-Weiß. Das wird für uns eine ganz harte Nuss, der Gegner ist der klare Favorit.“

Zu allem Überfluss muss Pottgüter abermals umfassend die Mannschaft verändern, weil zahlreiche Akteure verletzt oder verhindert sind. Torwart Serkan Akin, Samet Maskar, Almir Mehovic, Marcel Hahnemann, Christian Splett und Torjäger Marvin Krampe fehlen oder sind zum Zuschauen verdammt. Ein Aderlass, den der Außenseiter vom Lindensportplatz auch vor heimischer Kulisse sicherlich nur schwer verkraften kann. „Es müsste schon alles passen, wenn wir eine Chance haben wollen“, schätzt Pottgüter die Lage realistisch ein.

Obendrein wird sein Roländer Kollege Ismail Atalan keinerlei Geschenke mitbringen, wie schon beim Viertelfinal-Erfolg bei Barisspor Oelde (5:1). „Wir nehmen das sehr ernst“, sagt Atalan. „Die Chancen, den Pokal zu gewinnen, sind groß, weil Rot-Weiß und Beckum schon draußen sind.“ Außerdem spekuliert der Trainer bereits mit einem attraktiven Gegner im Westfalenpokal. Roland gegen Preußen Münster oder Arminia Bielefeld. So eine Aussicht lässt auch im trüben November keinen Trainer kalt.

Entsprechend motiviert will sich Roland in Ahlen präsentieren. „Wer nicht mitzieht, bekommt Ärger. Wir werden die Aufgabe mit dem nötigen Respekt angehen“, betont Atalan, der auf den verhinderten Knipser Joe Laumann und den verletzten Christoph Debowiak verzichten muss. „Jeder wird auf seiner stärksten Position spielen“, ergänzt der SCR-Coach und schwört schon vor dem vermeintlich ungleichen Duell allen Experimenten ab.

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