Kejmar drängelt sich im Emstalstadion zum Sieg
Bild: Nieländer
Hoch hinaus ging es für Lukas Höllbacher am Sprungtisch im Harsewinkeler Emstalstadion.
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Plogmann bestätigte im zweiten Durchgang als Zweiter hinter dem österreichischen Meister Lukas Höllbacher das Ergebnis des ersten Durchgangs. Dabei ließ sich der 26-jährige, der die Sympathien der Zuschauer genoss, auch von einem Neustart des Rennens nach einem bösen Unfall von Ex-Weltmeister Bernd Hiemer nicht aus der Ruhe bringen.

„Ich hatte schon vor dem Start Kupplungsprobleme und dann hat mir Nico Jannidis mit Tempoüberschuss den Lenker aus der Hand gefahren“, erklärte Hiemer, der nach dem spektakulären Unfall, bei dem auch Florian Praxmarer und Janina Würterle stürzten, mit Prellungen im Brustbereich regungslos liegen blieb. Nach kurzer Untersuchung durch den Rennarzt und auf eigene Verantwortung startete Hiemer mit seinem zweiten Motorrad und fuhr die Plätze fünf und drei ein.

Die beiden Wertungsläufe in der Prestigeklasse S2 (Motoren ohne Hubraumbeschränkung) dominierten der Tscheche Pavel Kejmar und der 21-jährige Markus Class. Bereits im Vorjahr hatten sie sich in der S1-Klasse heiße Duelle gelieferte und Kejmar war vor Vizemeister Class zum DM-Titel gerast.

„Der ist ein unfairer Fahrer, das war schon im Vorjahr so. Man drängt die anderen Fahrer nicht von der Bahn ab“, ärgerte sich Class über die aggressive Fahrweise des Tschechen, der bei der Kurveneinfahrt von der Sandbahn auf die Kartbahn „innen reingestochen“ war und so beide Läufe vor Class gewann.

Zufriedene Gesichter gab es nach dem 25. Supermoto-Rennen im Emstalstadion bei den Ausrichtern des MSC Harsewinkel. „Das war die beste Veranstaltung seit Jahren. Über den Tag verteilt waren sicherlich 2000 Zuschauer da“, freuten sich MSC-Chef Heiner Flaßkamp und Vize Tony Hanhart.

„Irgendwann musste unsere Pechsträhne mit Regen auch einmal aufhören“, sagte Flaßkamp. Zu gerne hätten die Harsewinkeler neben ihrem Clubfahrer Morten Hagemann den Zuschauern mit Florian Hanhart einen zweiten Lokalmatador präsentiert, aber der hatte sich beim Training vor zwei Wochen im Emstalstadion bei einem Sturz eine Knieverletzung zugezogen. „Wir überlegen für das nächste Rennen den Besuchern aus Harsewinkel erneut freien Eintritt zu gewähren. Wir wollen die vom Sofa locken“, sagte Flaßkamp.

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