Kerzenschein statt ASG-Feuerwerk
Bild: Wegener
Lange Zeit köchelte die Leidenschaft der ASG-Handballer um Björn Wiegers (dunkles Trikot) nur auf Sparflamme. Als die Gastgeber schließlich ernst machen, warfen sie einen klaren Sieg heraus.
Bild: Wegener

Ist es jedoch so still wie in Ferndorf und wie jüngst  gegen die HSG Gevelsberg-Silschede, kommen Rogowski & Co. nicht genügend in Tritt. Das war nicht zu übersehen und völlig anders geplant. „Wir wollten mit richtig Emotion aus der Kabine rauskommen und ein Feuerwerk auf der Platte abbrennen“, erklärte Mannschaftskapitän Mattes Rogowski. „Aber das hat nicht so ganz geklappt.“

Als dann auch noch die eine oder andere Aktion schiefging, wurde aus dem geplanten Feuerwerk ein flackerndes Teelicht. Mit der Konsequenz, dass sich die Gäste pudelwohl in der Friedrich-Ebert-Halle fühlten – ganz im Gegensatz zu den Hausherren.

Unkonzentriertheiten schlichen sich ins ASG-Angriffsspiel ein: unmotivierte Würfe, planlose Pässe an den Kreis und technische Fehler. Das spielte dem sieglosen Gast in die Karten, der mit Spaß, Freude und viel Emotion bei der Sache war, während sich im ASG-Dress Frust breitmachte. Zum Glück stand die Deckung, sodass kein großer Schaden entstand, obwohl beide Torhüter unter ihren Möglichkeiten blieben. Zwölf Gegentore in Halbzeit eins und nur noch acht im zweiten Spielabschnitt waren einer der Garanten für den Erfolg.

Ein weiterer war die Leistungssteigerung in der Schlussviertelstunde. Da puschte sich das Team selbst nach vorne, so wie es schon zu Anfang geplant war. Letztlich gewann es am Ende standesgemäß mit 30:20. „Wir haben heute gesehen, wie schnell das nach hinten losgehen kann“, sagte ASG-Coach Sascha Bertow erleichtert. Der Trainer kam wie sein Kapitän, Philipp Lemke, und Thomas Lammers zu dem Schluss: „Wir müssen da mehr Pep reinkriegen.“

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