Kicker nutzen Regellücke bei 5. Gelber

Klar ist, dass am kommenden Wochenende aufgrund des Totensonntags spielfrei in den unteren Klassen ist. Wie in jedem Jahr im November. Einige Spieler verschiedener Mannschaften gingen so mit vier Gelben Karten vorbelastet auf den Platz. Da gab es dann gerade in den letzten Minuten der Partien schon erstaunlich viele Verwarnungen, teils auch durch aus Sicht der Zuschauer unverständliche Aktionen.

Das Ziel einiger Spieler war es, sich ihre fünfte Gelbe abzuholen. Das bedeutet laut Regel ein Spiel Sperre in der Meisterschaft, höchstens aber zehn Tage. Soll heißen: Findet in den kommenden zehn Tagen kein Spiel statt, gilt auch die Sperre als abgesessen. Da ist es nur logisch und durchaus clever, sich die fünfte Verwarnungskarte an dem Sonntag abzuholen, der vor einem spielfreien Wochenende liegt.

Davon machten auch einige heimische Kicker gebrauch, zum Beispiel einer des Bezirksligisten Warendorfer SU und gleich zwei des TUS Freckenhorst. Einer der beiden Spieler vom Feidiek hätte es aber fast nicht hinbekommen, die Gelbe zu kassieren, schaffte es am Ende aber doch noch. Fünf Minuten vor Schluss warf der Spieler den Ball völlig unvermittelt und beim Stand von 0:3 auf den am Kunstrasen angrenzenden Tennisplatz am Feidiek. Der Schiedsrichter ließ allerdings die Karte stecken und ermahnte ihn mit „das machst du bitte nicht nochmal“. Tat er auch nicht. Stattdessen ließ er kurz danach seinen Gegner auflaufen und kassierte endlich die ersehnte Gelbe.

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