Kirschner, Delker und Kollmeyer führen den FCG
Bild: Dünhölter
Daumen hoch für den FC Gütersloh: Helmut Delker (v. l.), Heiner Kollmeyer und Hans-Hermann Kirschner bilden für die nächsten drei Jahre den geschäftsführenden Vorstand des Vereins.
Bild: Dünhölter

Bei drei Enthaltungen wurden sie im Rahmen der zügigen Jahreshauptversammlung im kleinen Saal der Stadthalle gewählt. Gleichzeitig hieß es Abschied nehmen für Andre Niermann, der den Verein in den vergangenen drei Jahren geführt hatte. Eine Trennung, die dem Unternehmer leicht gefallen sein dürfte, denn er musste viele Nerven und eine Menge Geld in den ewig klammen Verein stecken.

„Ohne meine Herz-Lungen-Maschine hätte sich der FC Gütersloh schon vor drei Jahren aufgelöst“, scherzte Niermann, „aber ich bin froh, dass ich nicht die Tür zumachen musste“. Niermann präsentierte die Verbindlichkeiten des Clubs. Aufgrund neuer Forderungen von Berufsgenossenschaft (20 622 Euro) und Finanzamt (6502 Euro Umsatzsteuer für 2015) belaufen sich die Verbindlichkeiten auf 109 000 Euro. Das Bankguthaben beträgt zwar 47 000 Euro, davon gehen aber 45 000 Euro für die Spielergehälter in den Monaten April bis Juni drauf.

Aufgrund einer einstimmig beschlossenen Satzungsänderung wird der FCG künftig von dem dreiköpfigen geschäftsführenden Vorstand Kirschner (60 Jahre), Kollmeyer (61) und Delker (50) geführt. Auf ihren Vorschlag bestimmte die Versammlung Hermann Korfmacher, Oliver Eichstädt (Jugend), Frank Neuhaus (Marketing) und Matthias Laumeier (Schriftführer) bei drei Enthaltungen zu Mitgliedern des erweiterten Vorstands. „Ein richtig gutes Team“, ist Kirschner überzeugt, dass der FCG nunmehr personell wieder gut aufgestellt ist, nachdem Andre Niermann zuletzt als Einzelkämpfer fungieren musste.

Die erste Amtshandlung des neuen Führungsgremiums wird die Begleichung der Schulden sein, damit der Antrag auf Eröffnung des Insolvenzverfahrens zurückgenommen werden kann. Neben der weiteren Gewinnung von Sponsoren möchten Kirschner und Co. möglichst schnell auch die „Baustelle“ Heidewaldstadion angehen: „VIP-Bereich, Parkplatz und Geschäftsstelle müssen renoviert werden und wir brauchen auch ein Vereinsheim.“ Da warten jede Menge Aufgaben auf den neuen FCG-Vorstand.

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