Klassenerhalt ist kein Ruhekissen
Bild: Dünhölter
Jubeln ausdrücklich erwünscht: Philip Semlits tritt am Samstag im Stadion an der Poststraße gegen die U 23 des VfL Bochum an.
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Es wäre das perfekte Szenario für den Verl gewesen, um den entscheidenden letzten Schritt in Richtung Ligaerhalt zu machen. Ein Sieg gegen den auf dem ersten Abstiegsplatz rangierenden VfL Bochum II am Samstag (Anstoß 14 Uhr, Poststraße), und die SCV-Verantwortlichen hätten endgültig den Rechenschieber zur Seite legen dürfen. Doch dann grätschte Bayer Leverkusen dazwischen. Durch die unter der Woche beschlossene Abmeldung der Leverkusener U 23 zur kommenden Saison, wird es in dieser Spielzeit nur noch maximal vier statt fünf Absteiger geben. Damit befindet sich Verl bereits ohne eigenes Zutun auf der sicheren Seite, lediglich der heutige Gast muss etwas zittern.

Vorbereitung auf den Höhepunkt der Saison

Womit kann Andreas Golombek seine Kicker also noch für die kommenden Wochen motivieren? Ganz klar: „Unser Saisonhöhepunkt ist das Halbfinale im Westfalenpokal bei den Sportfreunden Siegen“, will Golombek schon die Heimpartie gegen Bochum nutzen, um sein Team auf das 100 000-Euro-Spiel am 14. Mai vorzubereiten. Die sechsstellige Summe erhalten die beiden Pokalfinalisten und somit Teilnehmer am DFB-Pokal aus dem Fernsehtopf. Und auch die Liga hakt der SCV nicht vorzeitig ab. Golombek: „Wir wollen nach wie vor die 50 Punkte erreichen.“

Erinnerung an das 2:7 ist nicht verblasst

Der 3. November 2013 gehört mit Sicherheit zu den traurigsten Tagen in der Vereinshistorie des SC Wiedenbrück. Die heftige 2:7-Niederlage des Fußball-Regionalligisten im Heimspiel gegen die SG Wattenscheid war die Krönung einer missratenen Hinserie. Auch jetzt, kurz vor dem Rückspiel, fast ein halbes Jahr später, ist die Erinnerung beim SCW längst nicht verblasst. „Damals bin ich nach dem 0:4 nach Hause gefahren“, berichtet beispielsweise Wiedenbrücks Vorstandsmitglied Burckhard Kramer.

„Das war ein Stich ins Herz“

Auch Interimstrainer Dominik Jansen, der die furchterregenden 90 Minuten von der Ersatzbank aus mitverfolgen musste, hat die Geschehnisse noch auf dem Schirm. Und bevor das Rückspiel am Samstag (14 Uhr) im Lohrheidestadion angepfiffen wird, wird Jansen sein Team noch das eine oder andere Mal auf dieses Debakel im Jahnstadion aufmerksam machen. „Das war ein Stich ins Herz. Und das werde ich auf jeden Fall vorher auch noch erwähnen“, sagt Jansen, dessen Kompetenz als Motivationskünstler nicht weiter gefragt sein sollte.

Weitere Hintergründe und Stimmen zu den Spielen der beiden Fußball-Regionalligisten SC Verl und SC Wiedenbrück lesen Sie am Samstag in der „Glocke“.

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