Knappe Niederlage in mieser Laune
RW Ahlens Faysel Khmiri im Kopfballduell gegen Velbert.

Dass Staffelleiter Reinhold Spohn RW Ahlen zum Spielen gezwungen hatte, vergiftete die Laune auf und am Kunstrasenplatz. Die Fans waren sauer auf den Verein, als Grund der Absage herhalten zu müssen und verhielten sich aus Protest sittsam, die Zuschauer waren unglücklich, weil’s keinen Komfort gab und Aktive samt Trainer gereizt, weil sie ohne sechs Stammspieler dennoch antreten mussten. Dennoch – oder grade drum – lieferten sich die Ahlener ein tapferes Duell, das beinahe noch Remis ausgegangen wäre.

 „Das war spannender als wir das wollten“, gab Velberts Trainer Lars Leese zu. Zumal seine Mannschaft ab der 43. Minute sogar in Überzahl anlief. Gombarek war nach zwei Fouls etwas hart zwei Mal mit Gelb bestraft worden und musste seitdem draußen bleiben. „Ein Witz“, kommentierte er, dennoch war ihm nicht zum Lachen. Denn seine Rotweißen hatten zwar pro Halbzeit früh einen Gegentreffer kassiert – beide Male mit Vorarbeit des ehemaligen Ahleners Mikolajczak auf Bollmann und auf Onucka zum 2:0 (8./ 55.) – kamen dann aber auch in Unterzahl so stark auf, dass Velbert begann zu wackeln.

 Feratis Anschlusstreffer, bei dem er zuerst Torwart Schmahl, dann den defensiven Grallert überwandt (65.), war ein letzter Ansporn, dem aber die letzte Konsequenz vor dem Tor der Gäste fehlte. Leese war’s nur recht. „In der Phase hätten wir uns beim Nasebohren beinahe noch den Finger gebrochen“, hatte der Coach Schlimmeres befürchtet. Sein Kollege Joachim Krug bei diesen Voraussetzungen auch – nu

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